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Zürich Schaffhausen UBS: Keine Steuern trotz Milliardengewinn

Trotz Reingewinn von 3 Milliarden Franken zahlt die Grossbank UBS auch in diesem Jahr keine Steuern in der Stadt Zürich. Dies, weil die Bank Verluste aus früheren Jahren abziehen kann.

Legende: Video Keine UBS-Steuern für Zürich abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.02.2014.

An sich ist die UBS ja wieder auf Erfolgskurs. Bei der Präsentation der Zahlen für das letzte Jahr präsentierte Konzernchef Sergio Ermotti einen Reingewinn von drei Milliarden Franken. Die schlechte Nachricht für die Stadt Zürich: Sie sieht davon keinen roten Rappen. Weil Unternehmen Verluste aus vergangenen Jahren von den Steuern abziehen dürfen, zahlt die Grossbank auch 2014 keine Steuern in der Stadt Zürich. Laut Ermotti werde dies frühestens 2017 der Fall sein.

Keine Überraschung

Unerfreulich, aber nicht überraschend ist dies für das Stadtzürcher Finanzdepartement: «Wir haben auch nicht damit gerechnet, dass die UBS vor 2017 Gewinnsteuern zahlt», sagt Departementssprecher Kuno Gurtner gegenüber dem «Regionaljournal ZürichSchaffhausen». Er hofft nun, dass die Crédit Suisse früher wieder Steuern zahlt.

Die Crédit Suisse präsentiert ihre Zahlen am Donnerstag. Auch sie zahlte in den letzten Jahren keine Steuern in der Stadt Zürich, weil auch sie von der Regelung, dass Verluste abgezogen werden dürfen, profitiert.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, 8903
    Wieso soll die UBS Steuern zahlen, damit in der Stadt Zürich ein zweiter Hafenkran gekauft wird ???
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Ist es bei den Steuern nicht so, dass die Ergebnisse der vorherigen Jahre (dies wäre also 2012) gelten, also jetzt haben wir 2014 und versteuern müssen wir das Jahr 2012, auf jeden Fall ist dies so, bei unseren Steuern. Somit sieht es etwas anders aus. Als die Banken hohe Steuern bezahlt hatten, wurde ja auch mehr Geld ausgegeben und jetzt wo es eine Wende gibt im Steuerfluss, sollte man eher an weniger Ausgaben denken. Dies ist im ganzen Leben so. Bei den Boni sollte man vielleicht etwas ändern
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  • Kommentar von Christoph Mayenfisch, Winterthur
    Kann man Bussgelder auch vom Gewinn abziehen???Wenn ich 2-3 Jahre wegen Arbeitslosigkeit keine Steuern zahle,also Verlust mache,dann wieder gut verdiene bin ich dann auch Steuerbefreit??? Dass Ermotti & Co kein Schamgefühl und erst recht kein Ehrenbewusstsein haben scheint mir nun bewiesen.
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    1. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Herr Mayenfisch, da scheint eine Verwechslung vorzuliegen. Privatpersonen können grundsätzlich keine Verluste von der Steuer abziehen, Firmen hingegen schon, und zwar Firmen jeglicher Grösse von sehr gross bis ganz klein. Herr Ermotti zahlt sehr wohl Steuern, vom Umfang her vermute ich mal dass er mit ihnen durchaus ein paar Bundesbeamte finanziert.
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