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Zürich Schaffhausen «Unsäglich»: Zürcher Katholiken gehen zu Huonder auf Distanz

«Wir vertreten eine andere katholische Kirche als Bischof Vitus», sagt der oberste Zürcher Katholik Benno Schnüriger. Zusammen mit Generalvikar Josef Annen bitte er alle Betroffenen für die verbalen Entgleisungen des Churer Bischofs in Bezug auf Homosexuelle um Entschuldigung.

Bischof Vitus Huonder greift sich an den Kopf.
Legende: Auch innerhalb seines eigenen Bistums unter Beschuss: Der Churer Bischof Vitus Huonder. Keystone

Die Zürcher Katholiken machen nicht zum ersten Mal deutlich, dass sie das Heu mit Vitus Huonder nicht auf der gleichen Bühne haben. Nun aber verschärfen sie ihre Wortwahl. In einem Communiqué sagt die Zürcher Kirchenleitung mit Generalvikar Josef Annen und Synodalratspräsident Benno Schnüriger, Ansehen und Glaubwürdigkeit der Kirche nähmen wegen Vitus Huonder grossen Schaden.

Wütende Reaktionen

Seit den Äusserungen des Churer Bischofs über Homosexuelle erhielten das Generalvikariat und der Synodalrat «zahlreiche besorgte und wütende Reaktionen von Gläubigen und Seelsorgenden». Benno Schnüriger stellt darum gegenüber Radio SRF klar: «Wir vertreten eine andere katholische Kirche als der Bischof.» Dass Huonder immer wieder so ausfällig werde, finde er «unsäglich schade».

Huonder soll abtreten

Schnüriger macht keinen Hehl daraus, dass er gerne einen anderen Bischof an der Spitze des Bistums sähe. Da er aber darauf keinen direkten Einfluss habe, bleibe ihm nur die Entschuldigung an die Adresse all derer, die sich durch Huonders Äusserungen verunglimpft fühlten.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    Bischof Vitus Huonder: Ein Hirt, der immer wieder Zitate macht, die Unfrieden stiften. Er aber ist fein raus, weil er ja nur Gottes Wort zitiert. Falls andere auf Grund seiner Zitate etwas Böses tun sollten, kann er nichts dafür.
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    1. Antwort von René Mühlemann, Wädenswil
      Die Bibel, nicht Wort Gottes.
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  • Kommentar von Monique Fässler, Uster
    Warum erfolgt die Stellungnahme der Zürcher Kirchenverwaltung und des Generalvikars erst 17 Tage nach Halten des Vortrags in Fulda? Wäre überhaupt eine Stellungnahme erfolgt, wenn sich nicht erboste Katholiken gemeldet hätten? Ich bin nicht nur von BIschof Huonder, sondern auch von meiner Zürcher Kirche sehr enttäuscht, die meist feige schweigt und die anderen die Drecksarbeit machen lässt!
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    1. Antwort von Dr. Walter Käslin, Winterthur
      Gut gebrüllt Löwe resp. Frau Fässler! Ich teile Ihre Einschätzung voll und ganz. Von Dr. Josef Annen und Herrn Schnüriger bin ich genau so enttäuscht, wie von unserem Bischof. Es sind mutlose "Hirten", die es vorziehen, aus taktischen Gründen zu schweigen und den unsäglichen Diskriminierungen von Huonder nichts entgegenzusetzen. Aber sonst wird immer gross von Solidarität geredet in Zürich. Hier hätten wir Ihre Solidarität gebraucht, Herr Generalvikar, aber 2 Wochen früher und klar und deutlich!
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