Schulterschluss der Linken im Zürcher Stadtratswahlkampf

Nun ist die Ausgangslage für die Stadtratswahl 2014 klar: 14 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich für die neun Sitze im Zürcher Stadtrat. Ein grosses Gerangel. Um den bürgerlichen Herausforderern Paroli zu bieten, schliessen sich SP, Grüne und AL im Wahlkampf zusammen.

Als letzte Partei nominierte die Stadtzürcher SP am Dienstagabend ihre Stadtratskandidaten. Die Kräfteverhältnisse sind also klar. Sieben linke Kandidatinnen und Kandidaten (4 SP, 2 Grüne, 1 AL) wollen die komfortable grün-linke Mehrheit im Stadtrat verteidigen. Fünf Bürgerliche (2 SVP, 2 FDP, 1 CVP) wollen diese angreifen.

Um diesen Angriff abzuwehren, schliessen sich SP, Grüne und AL nun für den Wahlkampf zusammen. «Wir fürchten die Herausforderer nicht», sagt SP-Parteipräsidentin Andrea Sprecher gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Doch es geht darum, den Wählerinnen und Wählern zu zeigen, dass wir politisch verwandt sind und die gleiche Grundhaltung teilen.» Deshalb unterstützt die SP nun auch AL-Stadtrat Richard Wolff - anders als bei der Ersatzwahl im Frühling 2013.

Grüne mit im Boot

Die Zusammenarbeit mit der SP habe sich bereits vor vier Jahren bewährt, findet auch Christoph Hug, Präsident der Grünen der Stadt Zürich. Doch allzu intensiv wird diese Zusammenarbeit nicht. «Wir werden einander empfehlen und dies auch auf den Plakaten und Flyern kundtun», sagt Hug. «Viele gemeinsame Aktionen wird es allerdings nicht geben.»

GLP im Alleingang

SVP und FDP haben bereits angekündigt, dass sie sich ebenfalls gegenseitig unterstützen. Neben den Bürgerlichen und den Links-Grünen wollen auch die Grünliberalen in den Stadtrat. Sie dürften allerdings alleine in den Wahlkampf ziehen.

Ohne Chancen - und deshalb auch ohne Unterstützung der übrigen Parteien bewerben sich auch je ein Kandidat der Schweizer Demokraten und der Piraten für den Stadtrat.