Winterthurer sind noch nicht in Spendierlaune fürs Stadtfest

Die 750-Jahr-Feier im kommenden Jahr wird eine grosse Sause. Das steht bereits heute ausser Frage. Allerdings könnten die Veranstalter auf ein paar Suppléments verzichten müssen. Denn bei den Projekten, die per Crowdfunding finanziert werden, sprudelt das Geld noch nicht.

Bunte Ballone steigen vor Kirchtürmen in Winterthur in den Himmel

Bildlegende: Das Fest wird so oder so steigen: Winterthur bereitet sich auf das 750-Jahr-Jubiläum vor. ZVG

Ein literarischer Stadtrundgang oder Kunstinstallationen am Winterthurer Hauptbahnhof: damit diese Projekte für das Stadtjubiläum 2014 realisiert werden, brauchen sie private Spender. Doch erst ein Projekt hat bisher genug Mittel über das Crowdfunding erhalten, um definitiv umgesetzt zu werden. Es ist die Idee eines japanischen Blütenzaubers im Eulachpark. Für François Cochard, Leiter des Jubiläumsfests, zeigt dieses Beispiel: «Dass es Leute gibt, die bereit sind, unsere Projekte zu unterstützen.» Es gehe ihnen aber auch darum, Erfahrungen mit dem Crowdfunding zu sammeln.

Kommt nicht genug Geld für eine Idee zusammen, ist aber auch nichts verloren. Die Spender des glücklosen Projekts erhalten ihre Summe zurück. Und das grosse Jubiläumsfest der Stadt Winterthur bleibt attraktiv. Das Hauptprogramm ist nämlich nicht von der Spendierlaune der Winterthurer Bevölkerung abhängig. Die Stadt selbst hat bereits knapp zwei Millionen Franken zugesichert, eine Million kommt aus dem Lotteriefonds des Kantons und eine halbe Million Franken steuern grössere Unternehmen bei.