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Zürich Schaffhausen Zürcher Bildungsdirektorin Aeppli bedauert Rektor-Rücktritt

Die Affäre Mörgeli hat im Zürcher Kantonsparlament zu reden gegeben. Bildungsdirektorin Regine Aeppli bedauerte den Rücktritt von Uni-Rektor Andreas Fischer. Bei der umstrittenen Entlassung einer Titularprofessorin sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, sagte die Sozialdemokratin.

Legende: Audio «Interview mit Regierungsrätin Regine Aeppli (11.11.2013)» abspielen. Laufzeit 5:27 Minuten.
5:27 min

Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) hat im Kantonsparlament ihr Bedauern über den Rücktritt von Uni-Rektor Andreas Fischer ausgedrückt. Aeppli nahm zudem erstmals zu den jüngsten Entwicklungen im Fall Mörgeli Stellung.

Der Universitätsrat habe an seiner Sitzung vom Samstag «mit Bedauern und grossem Respekt» vom Rücktritt Fischers Kenntnis genommen, sagte sie. Mit diesem Schritt habe der Rektor die Verantwortung für die jüngsten Entwicklungen persönlich auf sich genommen. Der Entscheid sei auch Ausdruck der «hohen Ansprüche, die Andreas Fischer an sich stellt».

Wie Aeppli weiter sagte, wird Publizistikprofessor Otfried Jarren die Rektoratsgeschäfte bis Ende Januar ad interim leiten. Der designierte Rektor Michael Hengartner habe sich bereit erklärt, sein Amt statt erst im Sommer bereits am 1. Februar anzutreten.

«Es sind Fehler passiert»

Die Entlassung der Medizinhistorikerin Iris Ritzmann kommentierte Regierungsrätin Aeppli nicht. Sie räumte aber ein, dass im Fall Mörgeli Fehler passiert seien.

Das höchste Gut einer Universität sei ihre Reputation. Diese sei ein zerbrechliches Gut und müsse geschützt werden. Über eine Neubeurteilung der Entlassung werde die Universitätsleitung nach Abschluss des laufenden Verfahrens entscheiden.

Uni braucht externe Beratung

Aeppli äusserte sich im Kantonsrat während der Beratungen über den Jahresbericht der Universität. Dessen Genehmigung ist sonst reine Formsache. Gegenstimmen gibt es fast nie. Dass es in diesem Jahr zu Diskussionen kommen würde, war allerdings auch ohne die jüngsten Entwicklungen vorauszusehen.

Die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit des Kantonsrats stellte bereits im August fest, dass es der Uni im Zuge der Affäre Mörgeli «nicht immer optimal gelungen sei, korrekt und klar zu informieren».

Aepplis Schlüsse: Die Universitätsleitung wird reformiert, der Rektor soll in Zukunft auf ein starkes Team zurückgreifen können. Auch soll die Kommunikationsabteilung früher in kritische Entscheide eingebunden werden. Eine Kommission unter Leitung eines externen Experten wird nun über die Neu-Organisation der Unileitung brüten.

Scharfe Kritik von allen Fraktionen

Unisono kritisierten alle Parteien im Kantonsrat das Ausmass und die Vorfälle an der Universität Zürich. Die FDP forderte zum Beispiel eine konsequente Überprüfung des Kommunikations- und Krisenmanagements an der Universität Zürich. Ohne Rücksicht auf bestehende Strukturen und handelnde Personen. Als einzige Fraktion forderte die SVP den Rücktritt Aepplis.

Diese sagte gegenüber SRF, sie sage nichts dazu. «Das ist meistens die Schlussfolgerung der SVP, wenn ihr etwas nicht passt – dass dann jemand zurücktreten soll.»

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