Zürich betreut bald auch Asylbewerber in der Ostschweiz

Die Asyl Organisation Zürich (AOZ) übernimmt neu die Betreuung der Asylunterkünfte in Kreuzlingen (TG) und Altstätten (SG). Dieses ausserkantonale Engagement stösst bei den bürgerlichen Politikern im Gemeinderat auf Widerstand.

Ein Mann von hinten schaut in einem Wohnzimmer fern.

Bildlegende: Für die Beschäftigung ist neu die Asyl Organisation Zürich zuständig. Keystone

Seit über 20 Jahren ist in der Schweiz die Firma ORS für die Bundesasylzentren zuständig. Neu haben fünf weitere Unternehmen den Zuschlag erhalten, darunter auch die Asyl Organisation Zürich. Sie ist neu für die Unterkünfte in Kreuzlingen (TG) und Altstätten (SG) verantwortlich.

Alle Anbieter mussten laut dem Bundesamt für Migration umfassende Betreuungs- und Beschäftigungskonzepte sowie Schulungs- und Weiterbildungsprogramme vorlegen. Die Verträge gelten ab 2014.

Bürgerliche Kritik an der AOZ

Keine Freude an diesem Zuschlag für die Zürcher haben bürgerliche Politiker aus dem Stadtparlament. Die AOZ ist eine öffentlich-rechtliche Organisation und damit unter der Oberaufsicht des Zürcher Stadtparlament. Bereits früher haben die Bürgerlichen das ausserkantonale Engagement der AOZ kritisiert. Denn seit August ist diese auch für das Bundeszentrum in Bremgarten (AG) zuständig. Heute warnt Roger Liebi (SVP) erneut von den Risiken eines solchen Zuschlags: «Wenn etwas schief läuft, dann bezahlt der Zürcher Steuerzahler.» Zudem brauche es kein staatliches Engagement, wenn es private Anbieter gebe, so Liebi im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».