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Abzocker-Initiative BDP sagt Abzockern den Kampf an – mit dem Gegenvorschlag

Keine Chance für die Abzocker-Initiative in den Reihen der Bürgerlich Demokratischen Partei BDP. Die Delegierten haben die Nein-Parole gefasst. Stattdessen unterstützt die BDP den Gegenvorschlag.

BDP-Präsident Martin Landolt hinter einem Rednerpult (keystone)
Legende: BDP-Präsident Martin Landolt unterstützt den Gegenvorschlag zur Abzocker-Initiative. Keystone

Die BDP sagt Nein zur Abzocker-Initiative. Die Delegierten fassten am Samstag im solothurnischen Langendorf mit 114 zu 7 Stimmen und 5 Enthaltungen die Nein-Parole. 

Stattdessen unterstützt BDP-Präsident Martin Landolt den Gegenvorschlag zur Abzocker-Initiative. Thomas Minder habe als Vater der Initiative zwar Recht mit seinem Anliegen. Er sei auch «bei Weitem nicht der Einzige, der sich über Abzockerei ärgert», sagte Landolt. Doch die Initiative schiesse an ihrem eigenen Ziel vorbei. Der Gegenvorschlag sei viel wirkungsvoller, sagte der BDP-Präsident in Langendorf.

Unklarheit über Aktionärsverhalten

An der Initiative kritisierte der Glarner Nationalrat unter anderem, dass die Aktionäre jährlich über die Vergütungen des Kaders abstimmen könnten. «Was, wenn die Aktionäre Nein sagen zur Vergütungssumme?», fragte Landolt. Er frage sich, ob dann der Status Quo mit möglicherweise höheren Beträgen gelte. Oder ob die Summe dann Null betrage. Die Initiative werfe diesbezüglich Fragen auf, statt Antworten zu liefern.

Auch vom Verbot von Abgangsentschädigungen hält Landolt nicht viel. Niemand wolle heute mehr goldene Fallschirme, sagte er. Doch nicht jede Abgangsentschädigung komme einem goldenen Fallschirm gleich.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von R.Meier, Emmental
    Das, was BDP-Präsident Martin Landolt erzählt, ist doch eine Farce. Wir wissen doch alle, dass er als politischer Berater bei der UBS seit 2010 tätig ist....
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    1. Antwort von R.Käser, Zürich
      Wer glaubt den schon an die BDP - sollen die doch machen was Sie wollen
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Man kann es sich in dieser "Abzockerfrage" ganz einfach machen. Man stimmt für das "Original" und damit hat es sich. Der Gegenvorschlag ist doch nur wieder eine Verwässerung und Abschwächung nach dem dem Wunsche der einzelnen Intressenverbände, welche die "hohen Boni" letztlich schützen wollen. Also: "nur das Original hat es in sich.....!"
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    1. Antwort von Fritz Walter, Einsiedeln
      Wirklich tolle Argumente die sie hier verwenden. Das Orginial ist immer perfekt und die Detailarbeit grundsätzlich Nichts wert. Ihr Wunschdenken, dass hohe Boni verboten werden ist utopisch, da sie weder mit der Initiative noch mit Gegenvorschlag verboten oder eingeschränkt werden. Wir stimmen lediglich über mehr Aktionärsdemokratie ab. Entweder mit Schaden für die Wirtschaft (Initiative) oder mit nachhaltigen Regulirungen (Gegenvorschlag)
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  • Kommentar von T.Hofer, Rosshäusern
    "BDP sagt Abzockern den Kampf an" Ist das ein Versuch der Partei einen Zweck für die Zeit nach Wiedemer-Schlumps Rücktritt zu verschaffen? Dann könnte man der BDP nur die Daumen drücken, dass das Thema dann noch so aktuell ist wie heute. Doch scheint mir es handelt sich eher um eine Wortmeldung zwecks Zeitvertrieb, da nun mal nicht alle Tage Bundesrats-Wahlkampf herrscht.
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