«Bedingungsloses Grundeinkommen» kommt an die Urne

Ob das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz umgesetzt wird, können die Wähler entscheiden. Die Initiative ist mit über 120'000 Unterschriften zustande gekommen, wie die Bundeskanzlei bekannt gab. Die Initiative sieht vor, dass jede Person im Monat 2500 Franken erhält.

Das Schweizer Stimmvolk wird über die Volksinitiative für ein «Bedingungsloses Grundeinkommen» abstimmen. Laut Bundeskanzlei ist die Initiative mit 126'408 Unterschriften zustande gekommen.

Die Initianten wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen, das «der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht». Pro Monat und Person sollen 2500 Franken ausbezahlt werden. Kinder erhielten einen Viertel dieses Betrages.

Kosten fast so hoch wie das Bruttoinlandprodukt

Wer das Grundeinkommen finanzieren und garantieren soll, würde das Parlament festlegen. Die Kosten belaufen sich nach den Plänen der verschiedenen Gruppierungen auf rund 200 Milliarden Franken pro Jahr. Dies entspricht einem Drittel des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Hinter dem Begehren steht ein bunt gemischtes Komitee, dem unter anderem der Publizist Daniel Straub, der frühere Bundesratssprecher Oswald Sigg und die Zürcher Rapperin Franziska Schläpfer («Big Zis») angehören.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Fünferli-Berge auf dem Bundesplatz

    Aus Tagesschau vom 4.10.2013

    In Bern ist heute «die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen» eingereicht worden. Dafür wurden acht Millionen Fünfräppler auf den Platz gekippt – für jeden Einwohner einen. Die Initianten sprechen von einer Kunstaktion.