Autoverbände: 100-Franken-Vignette ist eine «Mogelpackung»

ACS und TCS wollen die geplante Erhöhung der Autobahnvignette von 40 auf 100 Franken verhindern.

Kisten mit den gesammelten Unterschriftung gegen die 100-Franken-Vignette.

Bildlegende: Ein bürgerliches Komitee ergriff das Referendum und reichte am 10. Juli die notwendigen Unterschriften ein. Keystone

Für das Verbandskomitee des Automobilclubs der Schweiz (ACS) und des Touringclubs Schweiz (TCS) ist klar: Eine teurere Vignette bringe den Strassenbenützern «kaum einen Mehrwert», sagte TCS-Zentralpräsident und Komitee-Co-Präsident Peter Goetschi. Die Engpässe auf den Nationalstrassen könnten mit dem neuen Vignettengeld nicht beseitigt werden. Und auch eine Erweiterung der Kapazitäten in den verkehrsüberlasteten Agglomerationen liege nicht drin. Die teurere Vignette halten sie deshalb für eine «Mogelpackung»

Mit einem Nein zur Vorlage wollen die Verbände deshalb ein Signal nach Bundesbern schicken und politischen Druck aufsetzen. Ihr Ziel ist laut Goetschi «eine gerechte Verkehrsfinanzierung» und «gleich lange Spiesse für Strasse und Schiene». Konkret fordern die Verbände einen Strasseninfrastrukturfonds, der auf Verfassungsstufe fixiert ist und mit jährlichen festen Einlagen gespiesen wird.

Über die Änderung des Nationalstrassenabgabegesetzes wird am 24. November abgestimmt. Das Parlament hatte die Preiserhöhung in der Frühjahrssession beschlossen.