Initiative gegen Nahrungsmittel-Spekulation kommt vors Volk

Die Jungsozialisten haben genügend Unterschriften für ihre Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» eingereicht. Die Initiative kommt vors Stimmvolk. Die Juso wollen die Spekulation mit Nahrungsmitteln einschränken und so einen Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers leisten.

Die Juso bei der Deponierung der Unterschriften am 24. März 2014.

Bildlegende: Die Juso bei der Deponierung der Unterschriften am 24. März 2014. Keystone

Das Schweizer Stimmvolk wird demnächst über die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» abstimmen. Insgesamt haben die Juso 116'825 Unterschriften eingereicht. Davon waren 115'942 gültig.

Die Jungsozialisten möchten mit der Initiative die Spekulation mit Nahrungsmitteln einschränken, die sie als Grund für den Hunger auf der Welt mitverantwortlich machen.

Banken und Vermögensverwalter sowie Versicherungen sollen laut der Initiative in Zukunft nicht mehr in Finanzinstrumente investieren dürfen, die sich auf Agrarstoffe wie Nahrungsmittel beziehen. Das Verbot soll auch für den Verkauf von sogenannten strukturierten Produkten gelten.

Bund in die Pflicht nehmen

Das Volksbegehren war 2012 von den Jungsozialisten gemeinsam mit der SP, den Grünen und mehreren Hilfswerken lanciert worden. Die Initianten verlangen zudem, dass sich der Bund dafür einsetzt, dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln weltweit bekämpft wird. Diese Spekulationen seien «widerlichste Form der Profitmacherei».

Die Spekulanten wetteten auf steigende Nahrungsmittelpreise und profitierten so von Hunger und Elend, kritisieren sie. Die Nahrungsmittelspekulation führe zu grossen Schwankungen und stark erhöhten Nahrungsmittelpreisen. Millionen Menschen würden dadurch in Armut und Hunger getrieben.

Weil ein grosser Teil dieser Spekulationsgeschäfte über Schweizer Banken läuft und die grossen Rohstoffunternehmen der Welt ihren Firmensitz in der Schweiz hätten, müsse der Kampf gegen diese Geschäfte hier beginnen.