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Wahlen Zürich Stadtratswahl Zürich: Grüne verlieren Sitz an FDP

Die Stadtratswahl in Zürich ist entschieden. Alle Bisherigen haben die Wiederwahl geschafft. Die beiden freien Sitze erobern Raphael Golta (SP) und Filippo Leutenegger (FDP). Damit verlieren die Grünen ihren zweiten Sitz.

Der oberste Trämler, Andres Türler (FDP), hat am meisten Stimmen erreicht, dicht gefolgt von Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP),Gerold Lauber (CVP) und Daniel Leupi (Grüne). Alle Bisherigen haben ihre Wiederwahl ohne Probleme geschafft, hinzu kommen Raphael Golta (SP) und Filippo Leutenegger (FDP).

Damit konnte die FDP den Sitz zurück erobern, den sie im letzten Frühling an die AL verloren hat. Die Bürgerlichen sind in der neunköpfigen Regierung wieder mit drei Stadträten vertreten. Die Grünen hingegen verlieren einen ihrer zwei Sitze.

Die SVP-Kandidaten Nina Fehr Düsel und Roland Scheck hatten keine Chance. SVP-Präsident Roger Liebi zeigte sich enttäuscht. Er hoffe aber, dass wenigstens Filippo Leutenegger (FDP) statt Markus Knauss von den Grünen gewählt werde.

Stadtpräsidium: Mauch klar vorne

Beim Rennen um das Stadtpräsidium sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Corine Mauch (SP) erhielt 48'608 Stimmen, Filippo Leutenegger (FDP) 32'276.

Linke Übermacht

In der neunköpfigen Stadtregierung hielten bis anhin die Bürgerlichen zwei Sitze (1 FDP und 1 CVP). Vor 2010 waren es noch vier von neun Sitzen. Die SVP, zweitstärkste Partei in der Stadt, ist seit 24 Jahren nicht mehr in der Exekutive präsent. Die SP stellte vier Stadtratsmitglieder, die Grünen zwei. Dazu kam – nach seinem Überraschungserfolg zulasten der FDP bei der Ersatzwahl vom April 2013 – ein Vertreter der Alternativen Liste (AL).

Diese Übermacht wollten die Bürgerlichen schwächen. SVP, FDP und CVP haben sich deshalb für eine Dachkampagne unter dem Motto «Top 5» zusammengeschlossen. Die einzelnen Parteien führten zudem ihren eigenen Wahlkampf.

Sieben wollten nochmals, zwei gehen

Von den Bisherigen kandidierten sieben erneut: Corine Mauch, Claudia Nielsen, André Odermatt (alle SP), Andres Türler (FDP), Gerold Lauber (CVP), Daniel Leupi (Grüne) und Richard Wolff (AL). Nicht mehr angetreten waren Martin Waser (SP) und Ruth Genner (Grüne).

Schlussresultat

KandidierendeStimmen
Andres Türler (FDP), bisher


56'907
Corine Mauch (SP), bisher


55'646
Daniel Leupi (Grüne), bisher52'744
Gerold Lauber (CVP), bisher52'157
André Odermatt (SP), bisher
48'143
Claudia Nielsen(SP), bisher44'258
Richard Wolff (AL), bisher
42'249
Filippo Leutenegger (FDP)42'193
Raphael Golta (SP)
40'178
Nicht gewählt:
Markus Knauss (Grüne)35'330
----------Absolutes Mehr31'737
Nina Fehr Düsel (SVP)27'696
Roland Scheck (SVP) 23'585
Samuel Dubno (GLP)21'896
Walter Wobmann (SD)5'139
Peter Keel (Piratenpartei)3'919
Anthony E. Monn (Aktion für humanen Städtebau)1'325
Hans Ulrich Flückiger (parteilos)722

11 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    @K. Meier: Sie möchten also wieder einen Stadtrat, auf den Sie stolz sein können. Nur befürchte ich, dass wir zwei das nicht mehr erleben werden. Die Zeiten eines Emil Landolt, der nicht umsonst noch heute unvergessen ist und den ich wenige Monate vor seinem Ableben sogar kurz kennen lernen konnte, sind schon lange vorbei. Das Hauptproblem ist, dass wir schon seit vielen Jahren nur noch Verwalterinnen und Verwalter haben, die aber das Herz der Bevölkerung nicht mehr gewinnen können.
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  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    Ich freue mich, dass Frau Mauch so souverän wiederum zu unserer Stadtpräsidentin gewählt wurde. Herzliche Gratulation!!
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      ich freue mich ganz und gar nicht. Schade für die Stadt Zürich, die ich sehr liebe und eine grosse Verwandtschaft dort hatte, sodass ich sagen darf, ich bin zwar nicht IN Zürich, sondern MIT Zürich aufgewachsen. Umso mehr bedaure ich es, dass die schöne Stadt im vorwiegend links-grünen Sumpf ausharren muss.
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  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    Immer interessant, wie sich Menschen, die NICHT in der Stadt Zürich wohnen, die sich also weder vor unserem Stadtrat noch dem Gemeinderat noch den Finanzen fürchten müssen, uns Zürcher bedauern. Da kann ich nur sagen: Gut, dass die in Zürich nichts zu sagen haben......
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    1. Antwort von K. Räschter, Schweiz
      @Urs Rösli, Zürich: Ich war einer der geplagten Einwohner der Stadt Zürich, welche sich diesem Links-Grünen Sumpf beugen musste. Darum bin ich ausgezogen und habe diesen Schritt nie bereut. Aber die Linken und Chaoten (Entschuldigung Alternativen) werden schon schauen, dass noch viele ihrer Wähler-Klientel in die Stadt Zürich ziehen, um so ihre Sitze sichern zu können; Multi-Kulti-Kuschel-Politik.
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    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      U. Rösli. Die Stadt Zürich finanziert sich nicht selbst. Der Kanton zahlt neben dem Bund auch mit. Daher würde ich es auch fair finden, dass man mitreden könnte WER für WAS das Geld der Nicht-Stadtzürcher-Bewohner ausgibt.
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