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Virus auf dem Vormarsch Ärzte melden immer mehr neue Masern-Fälle

Impfung gegen Masern.
Legende: Ziel des Bundes ist, dass mindestens 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft und damit vor Masern geschützt ist. Keystone
  • Seit Jahresbeginn registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 69 Fälle. Im gesamten Jahr 2016 waren es 71 Fälle gewesen, heisst es neusten BAG-Bulletin.
  • Der Bund hatte bereits im Februar vor einer Ausbreitung von Masern gewarnt. Das BAG gab eine neue Impfempfehlung ab.

Denn auch in Europa sind die Masern auf dem Vormarsch. Im März erklärte das für die EU zuständige Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), allein in Rumänien seien seit Ende September 3446 Masernfälle verzeichnet worden. Die meisten Betroffenen waren nicht geimpft.

Erstes Todesopfer seit langem

Im Februar starb in der Schweiz erstmals seit 2009 ein Mensch an Masern. Ein junger Erwachsener verstarb auf einer Intensivstation schliesslich an Lungenversagen. Das Opfer litt an Leukämie und unterzog sich einer Therapie, bei der sein Immunsystem stark unterdrückt wurde. Deshalb schützte ihn die Masernimpfung auch nicht.

Der Fall zeigte laut dem Bund, wie wichtig es ist, das Masernvirus auch in der Schweiz zu eliminieren. Durch Studien belegt ist folgende Formel: 95 Prozent der einmal gegen das Virus Geimpften sind gegen Masern geschützt. Bei einer Person, die sich zwei Mal impfen lässt, steigt der Masernschutz auf 98 Prozent.

Gemeinsam gegen Masern

Ziel des Bundes ist, dass mindestens 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft und damit vor Masern geschützt ist. Denn damit hätte das Virus keine Chance mehr, sich in der Schweiz auszubreiten.

Bei einer Durchimpfungsrate von mindestens 95 Prozent würde jener Teil der Bevölkerung, der gegen Masern immun ist, jene schützen, die unwissentlich keinen Schutz haben oder sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen, liess das BAG im März verlauten.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Habe in den 50/60er auch das übliche Spektrum der Kinderkrankheiten natürlich durchgeseucht. Erinnere mich nur vage an diese Krankheitsverläufe, ausser den Masern mit ca. 4 Jahren. Die verliefen bei mir aussergewöhnlich heftig und lange (3 Wochen). Zudem landete ich eines Tages bereits Ohnmächtig im Spital und Eisbad, um das hohe Fieber zu senken. Also, wenn man sich heute dieses „Immunsystem-Einschiessen“ mit einer Impfung ersparen kann, würde ich persönlich das Impfrisiko auf mich nehmen.
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  • Kommentar von Witold Ming (Witold Ming)
    Kann mir jemand erklären, weshalb die Masernimpfung nicht einzeln verabreicht werden kann, sondern nur mit der Kombiimpfung Masern-Mumps-Röteln? Es ist mir nicht klar, weshalb mit der Kombiimpfung das Immunsystem so gefordert, resp. überfordert werden muss. Bei unseren Sohn wurde ein halbes Jahr nach der MMR-Kombiimpfung Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Der Kausalzusammenhang kann nie bewiesen werden, das Gegenteil auch nicht! Trotzdem frage ich mich, weshalb man zusätzliche Risiken eingeht.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Über die Gefahr von Impfungen gibt sehr viel Literatur. Die Natur soll auch Ihren Lauf haben. Mir haben die Masern nicht geschadet und hoffentlich meinen Kinder auch nicht. Nur, als Nichmediziner kann ich ehrlich gesagt das Thema nicht objektiv genug beurteilen.
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    1. Antwort von Kurt Meier (Kurt3)
      Bühli , warum schreiben Sie den einen Kommentar? Was sicher ist , In der Medizin gibt keine Maßnahme , die so kostengünstig soviele Menschenleben retten kann wie die Impfungen .
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