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Schweiz Ausgaben des Bundes: Weniger ist mehr

Der Bundesrat will in den kommenden Budgets jeweils eine Milliarde Franken einsparen. Doch das genügt der Kommission für Legislaturplanung nicht. Sie verlangt, die Ausgaben um weitere 500 Millionen Franken pro Jahr zu reduzieren.

Vögel kreisen über der Bundeshauskuppel.
Legende: Die für die Legislaturplanung zuständige Kommission möchte das Sparziel massiv erhöhen. Reuters

Der Bundesrat soll in den künftigen Budgets mehr sparen. Nicht eine Milliarde Franken pro Jahr wie vorgesehen, sondern anderthalb Milliarden. So will es die Legislaturplanungskommission des Nationalrats. Der Entscheid fiel mit 15 zu 7 Stimmen. Die Kommission erwartet vom Bundesrat zudem einen Bericht über die gebundenen Ausgaben und Vorschläge, wie deren Anteil gesenkt werden kann.

Mit dem Antrag übernimmt sie einen Vorschlag der Finanzkommission. Deren Antrag, die Mittel für die Entwicklungshilfe drastisch zusammenzustreichen, berücksichtigte die Legislaturplanungskommission allerdings nicht.

Mehr Klarheit über Regulierungskosten

Die Kommission beschloss aber eine ganze Reihe weiterer Änderungsanträge an den insgesamt 16 Zielen, die der Bundesrat Ende 2019 erreichen will. So möchte sie eine Regulierungsfolgenabschätzung, das heisst, ein Preisschild für alle Gesetzesvorlagen mit grossen finanziellen Auswirkungen für die Wirtschaft.

Zudem verlangt sie einen Bericht über die Regulierungskosten und ein umfassendes Deregulierungspaket. Weiter beantragt sie, dass der Bundesrat eine Strategie für eine zukunftsgerichtete Industriepolitik erarbeitet. Andere Anträge betreffen die Digitalisierung der Gesellschaft und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Diskussion an Sondersession im April

Viel Gewicht scheint die Kommission ihren Anträgen nicht beizumessen: Mit einer parlamentarischen Initiative will sie erreichen, dass das Parlament den Legislaturplan des Bundesrats zwar diskutiert, daran aber keine Änderungen mehr anbringt. Dieser kommt in der Sondersession von Ende April in den Nationalrat.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bernd Kulawik (Bernd K.)
    Ich bin sicher, dass die Kommission sogleich mit gutem Beispiel voran gegangen ist und auf ihre Bezahlung verzichtet hat … oder?
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Der Bund will sparen: eine Milliarde, respektive anderthalb Milliarden pro Jahr. Aber im Asylwesen ist er weiterhin sehr, sehr spendabel und Sparen ist hier überhaupt kein Thema. Dafür zwackt er die Milliarde bei den Bedürfnissen der eigenen Bevölkerung ab. Irgendwo muss ja gespart werden.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Mit der Unternehmenssteuerreform lll sollen paar Milliarden Steuern weniger eingenommen werden und um zu sparen, soll wohl bei der Bildung, bei der AHV / IV, Ergänzungsleistungen, etc, gekürzt werden. Weil laufend die Steuern für Unternehmen und Reiche gesenkt werden und gleichzeitig gespart werden soll, müssen halt die unteren Einkommensschichten dran glauben. Was soll's ... die Reichen werden reicher und reicher und parkieren Geld in Panama, um noch weniger Steuern zahlen zu müssen.
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    1. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      Die Unternehmenssteuerreform llI ist schlussendlich ein Balanceakt. Die EU verlangt dass alle Unternehmen gleich besteuert werden, also einfach nur Steuergerechtigkeit. Wenn die Steuern am Ende aber zu hoch sind, riskieren wir die Abwanderung von ausländischen Unternehmen, mitsamt ihren Steuererträgen, den Arbeitsplätzen und den Steuererträgen von diesen Arbeitsplätzen (Arbeitnehmer).
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