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Schweiz Bankangestellte bangen um ihre Zukunft

Der Job in der Bank wird immer mehr zum Risiko: Steuerstreit, Datenlieferungen und harte Restrukturierungsprogramme setzen der Branche zu. Der Bankenpersonalverband verlangt vom Management und von den Behörden Strategien für eine sicherere Zukunft.

Legende: Video Bankangestellte bangen um ihre Zukunft abspielen. Laufzeit 1:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.01.2013.

Für eine Bank zu arbeiten, ist kein Privileg mehr. Die Auseinandersetzungen würden immer aggressiver, sagt der Präsident des Schweizerischen Bankpersonalverbands Peter-René Wyder.

Mit der Lieferung von Mitarbeiterdaten an die USA hätte die Situation eine «neue, unzumutbare Eskalationsstufe» erreicht. Es gebe konkrete Hinweise, dass die USA
und Deutschland Erkenntnisse über Steuerhinterziehung in der Schweiz austauschen würden. Das gefährde die Bankmitarbeitenden zusätzlich, ihr Metier sei ein Risikoberuf geworden.

Hohe Arbeitslosigkeit

Das Bankpersonal steht nicht nur wegen des Steuerstreits unter Druck. Zusehends setzen ihm die Restrukturierungen der Branche zu. So waren Ende 2012 über 4250 Bankleute arbeitslos. Gemäss Wyder hat die Arbeitslosenquote der Branche damit zur landesweiten aufgeschlossen. Das gab es selbst in der Bankenkrise 2008 und 2009 nicht.

Die Aussichten für Gekündigte sind nicht rosig. In früheren Jahren kamen die gut ausgebildeten Bankbeschäftigten bei Regionalbanken, Versicherungen oder in der Verwaltung unter. Derzeit ist ihnen dieser Weg verbaut.

Angesichts der ungewissen Perspektiven im Umgang mit Steuerhinterziehung ausländischer Kunden fordert der Verband einen besseren Schutz für Bankangestellte. Zudem plädiert Präsident Wyder für die Aufhebung des Bankgeheminsses.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    @ Auer: Meinen Sie mit "Kapitalzinsen" das 1/8 Prozentli, das Ende Jahr regelmässig von den Bankspesen übertroffen wird?
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    M.Keller Thurgau Haben Sie auch schon etwas von Post Finance gehört? Gott sei Dank sind wir nicht nur auf die Banken angewiesen. Post Finance macht es möglich, dass ich mein Geld nicht bar beziehen muss, auch wenn es keine Banken gäbe, dass ich die Zahlungen leicht und ohne Probleme von zu Hause aus übers Internet tätigen kann usw.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      ... bei Postfinance arbeiten keine Banker? Nur weil Postfinance nicht als "offizielle Bank" gilt? Dort arbeiten die gleichen Leute ("Banker"); zw. Postfinance, Banken und Versicherungen findet ein reger Personalaustausch statt. Aber genau ihr Denken (ihr "Fachwissen") haben wir der nicht differenzierten Berichterstattung über Banken zu verdanken. Wenn Ospel morgen Chef von Postfinance würde - was machen Sie dann? Sagen Sie nicht Raiffeisen od. Kantonalbank, das sind auch (böse) Banken ;)
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Endlich wird der Weizen vom Streu getrennt. Ich halte nicht viel vom Bankenpersonal. Meistens nur aus lauter Einbildung in einer Bank zu schaffen, hacken sie vor allem auf den Kleinanlegern herum, vor den Reichen wird natürlich gekrochen. Nun soll genau diese Bänklerspezies, welche grosse Unterschiede zwischen reich und arm macht resp. normal, noch besonderen Schutz bekommen. Die Banken zerstören Familien, machen Kleinunternehmen kaputt usw. Es gibt sie jedoch noch die guten Bankangestellten.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Werden Sie das immernoch sagen, wenn sie ihre Zahlungen nicht mehr per Online-Banking (IT ind en Banken werden als erste wegrationalisiert) tätigen können, ihr Lohn wieder Bar auf die Hand bekommen weil ihr Lohnkonto nicht mehr finanzierbar ist (oder sie keine Bank finden der sie trauen)? Man MUSS (auch seitens Medien) endlich differenzieren: Investmentbanking (die, die uns in Schwierigkeiten brachten), und die anderen. Und schwarze Schafe gibts überal - wegen dem waren's nicht gleich ALLE...
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    2. Antwort von H.P. Auer, RF-620100 Ekaterinburg
      Frau Verena Eberhard, diskriminieren und diffamieren Sie mit Ihrem Kommentar nicht x-tausende Bankangestellte, welche Ihren Job taeglich pflichtbewusst und zur Zufriedenheit der Kunden ausfuehren? Oftmals liegt die Kommunikation zwischen den Bankangestellten und dem Kunden auch in dem Kundenverhalten selbst. Nicht zu vergessen ist, dass Sie niemand zwingt, Ihr Geld einer Bank Ihrer Wahl anzuvertrauen, denn es gibt doch noch das altbekannte Kopfkissen, nur entgehen Ihnen so die Kapitalzinsen.
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    3. Antwort von H.P. Auer, RF-620100 Ekaterinburg
      Frau Verena Eberhard, diskriminieren und diffamieren Sie mit Ihrem Kommentar nicht x-tausende Bankangestellte, welche Ihren Job taeglich pflichtbewusst und zur Zufriedenheit der Kunden ausfuehren? Oftmals liegt die Kommunikation zwischen den Bankangestellten und dem Kunden auch in dem Kundenverhalten selbst. Nicht zu vergessen ist, dass Sie niemand zwingt, Ihr Geld einer Bank Ihrer Wahl anzuvertrauen, denn es gibt doch noch das altbekannte Kopfkissen, nur entgehen Ihnen so die Kapitalzinsen.
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    4. Antwort von H.P. Auer, RF-620100 Ekaterinburg
      Frau Verena Eberhard, diskriminieren und diffamieren Sie mit Ihrem Kommentar nicht x-tausende Bankangestellte, welche Ihren Job taeglich pflichtbewusst und zur Zufriedenheit der Kunden ausfuehren? Oftmals liegt die Kommunikation zwischen den Bankangestellten und dem Kunden auch in dem Kundenverhalten selbst. Nicht zu vergessen ist, dass Sie niemand zwingt, Ihr Geld einer Bank Ihrer Wahl anzuvertrauen, denn es gibt doch noch das altbekannte Kopfkissen, nur entgehen Ihnen so die Kapitalzinsen.
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    5. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      Auslöser für die Bankenprobleme waren nicht die KLEINEN Bankangestellten sondern deren Vorgesetze, welche nach OBEN immer nur ERFOLGE melden mussten um zu ihren Bonis zu kommen ... um die Ziele zu erreichen wurden halt immer grössere Risiken eingegangen. Diejenigen die dabei nicht mitmachten hatten keinerlei Aufstiegschancen und haben wahrscheinlich den Beruf gewechselt oder sich in ihr Schicksal ergeben.
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