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Schweiz Bund bezahlt Neat-Zufahrten in Norditalien

Die Schweiz will vorwärts machen beim Ausbau der Zufahrten zum neuen Gotthard-Basistunnel in Italien. Sie stellt dem Nachbarn die dafür nötigen Gelder zur Verfügung.

Legende: Video Bundesrätin Doris Leuthard zur Absichtserklärung abspielen. Laufzeit 2:13 Minuten.
Vom 17.12.2012.

Bundesrätin Doris Leuthard und der zuständige italienische Minister Corrado Passera unterzeichneten in Bern eine entsprechende Vereinbarung. In dem Memorandum of Understanding werden die Bedingungen festgelegt für den Ausbau der Bahnstrecken zum Neat-Tunnel am Gotthard. Dies teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mitteilte.

Damit der neue Eisenbahntunnel für den Güterverkehr voll genutzt werden kann, müssen auch auf italienischer Seite die Bahn-Zufahrtstrecken auf vier Meter hohe Sattelschlepper ausgelegt werden. Auch die Zielbahnhöfe wie in Mailand müssen angepasst oder gar neu gebaut werden.

Gelingt dies nicht, können Sattelschlepper dieser Höhe auf der Gotthard-Strecke nicht auf der Schiene bis nach Italien transportiert werden. Damit würde das Verlagerungsziel des Bundes in noch weitere Ferne rücken.

Weil dieser Ausbau sehr teuer kommt und es mit dem Ausbau in Italien harzt, finanziert nun der Bund die nötigen Investitionen, wie Bundesrätin Doris Leuthard sagte. So solle sichergestellt werden, dass die Neat-Zufahrten in Italien die Kapazitäten des Basistunnels auch bewältigen können.

230 Millionen für Italien

Deshalb hat der Bundesrat bereits im September beschlossen, die Arbeiten dazu mit 230 Millionen Franken zu unterstützen. Italien soll das Geld vom Bund als zinsvergünstigtes Darlehen erhalten.

Voraussetzung für den Handel mit Italien ist, dass das Parlament in Bern dafür grünes Licht gibt. Die Vorschläge des Bundesrates sind noch bis 21. Dezember in Vernehmlassung. Sie sind Teil der Vorschläge für den Ausbau der ganzen Gotthard-Strecke auf einen Vier-Meter-Korridor. Der Ausbau soll insgesamt 940 Millionen Franken kosten.

Legende: Video Schweiz investiert in italienische Neat-Anschlüsse abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.12.2012.

43 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sachser, Basel
    Das Geld kommt natürlich vom Automobilverkehr, denn das Geld reicht ja nicht aus für den Strassenunterhalt, desshalb die Benzinsteuer, die teurere Autobahnvignette, höhere Steuern, ökosteuern, mehr radarbussen, mehr Geschwindigkeitskontrollen... Wir finanzieren alles mit dem Erlös vom Individualverkehr. Sorry, der Bund soll sich eine andere Kasse für das vorhaben Suchen (SNB?) Das Geld vom Induvidualverkehr für diesen und die AHV und sonst für niemanden mehr! Fertig mit den Bastelleien!
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Wie immer, die Schweiz zahlt, und die Nachbarn ziehen dennoch über uns her. (smile) Eigentlich ein Armuts-Zeugniss dieser EU, welche es offensichtlich nicht fertigbringt eine vernüftige Nord-Süd-Schienenverbindung aus eigener Kraft zustande bringen zu können. Und die wollen uns noch sagen wo's lang zu gehen hat.....! Viel Arroganz und Ueberheblichkeit in dieser EU.
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  • Kommentar von RIchard Keller, Zürich
    So zahlen wir Schweizer Steuerzahler wenigstens indirekt auch für die Bunga Bunga Feste des Cavaliere Berlusconi.
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    1. Antwort von franz schleiniger, Montecatini/Italien
      Kennen Sie ausser Bunga Bunga, noch andere Sehenswürdigkeiten von Italien? Was hat Berlusconi mit dem Neatausbau zu tun?
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    2. Antwort von Peter H. WILLI, rHEINFELDEN
      Mich würde mal interessieren, von diese Frau bezahlt wird, die da so konsquent gegen Volk und Land politisiert - hat sie etwa schon ein Job-Angebot von der UNO oder der Bilderberg-Weltregierung ???
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