Bundespräsident Maurer will von China lernen

Nun reist er trotzdem ins Ausland: Bundespräsident Ueli Maurer ist heute Mittwoch in China eingetroffen. Zuerst besucht er chinesische Truppen. Da will er Erfahrungen und Wissen austauschen.

Kurz nach der Ankunft wurden Maurer und seine Delegation mit einer Truppen-Präsentation empfangen. Die Kaserne liegt in Nankou, rund 40 Kilometer nordöstlich von Peking.

Der Kommandant der sechsten gepanzerten Division der Volksbefreiungsarmee führte dem Schweizer Verteidigungsminister die Panzer sowie die Simulationsanlagen für das Training vor. Am Donnerstag trifft sich Maurer mit Präsident Xi Jinping und Regierungschef Li Keqiang.

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Bundespräsident Maurer in China

2:32 min, aus Tagesschau vom 16.7.2013

Besiegelung des Abkommens

Die fünftägige China-Reise von Maurer findet nur einige Tage nach der Unterzeichnung des Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern statt. «China ist für die Schweiz ein langfristiger Partner mit langfristigen Interessen», begründete Maurer gegenüber Radio SRF seine Reise.

Nach dem Abschluss des Freihandelsabkommens gehe es vor allem darum, mit dem Staatspräsidenten auszuloten, wo eine Zusammenarbeit möglich und sinnvoll sei. Er sprach von einer «breiten Auslegeordung».

Menschenrechte sind Thema

Die Menschenrechtslage werde sicher ein Thema sein, sagte der Bundespräsident. «Doch wir müssen uns hüten, als Lehrmeister aufzutreten. Wir begegnen uns insbesondere mit Respekt vor unterschiedlichen Kulturen und einer unterschiedlichen Geschichte.»

Mit Chinas Verteidigungsminister will Maurer Erfahrungen und Wissen austauschen. Doch für eine enge militärische Zusammenarbeit seien die Armeen der Schweiz und Chinas und die an sie gestellten Anforderungen zu unterschiedlich, sagte Maurer.