Chinesische Smartphones auf dem Vormarsch

Elektronikgigant Samsung verkauft weniger Handys, die Konkurrenz aus China dafür immer mehr. In der Schweiz spielen die Telefone aus Fernost aber noch gar keine Rolle.

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Chinesische Handys sind nicht gefragt in der Schweiz

3:22 min, aus 10vor10 vom 30.10.2014

Samsung, der Marktführer im Smartphone-Business, hat heute einen Gewinneinbruch vermelden müssen. Im Vergleich zum Vorjahr verdient der Elektronikkonzern nur noch halb soviel mit dem Verkauf von Smartphones. Einer der Gründe: die wachsende Konkurrenz aus China.

Chinesen auf Platz drei

Zwar ist Samsung mit einem Marktanteil von 23,8 Prozent immer noch die Nummer eins, gefolgt von Apple. Auf dem dritten Platz im Smartphone-Geschäft folgt jedoch schon der chinesische Hersteller Xiaomi. Auf dem Heimmarkt hat der Handy-Produzent Samsung und Apple bereits übertrumpft.

Laut Felix Schneuwly, Sprecher des Online-Vergleichsdienstes Comparis, spielen chinesische Handys auf dem Schweizer Markt noch keine Rolle. Die Konsumenten würden hierzulande vor allem Marken kaufen und erst dann Funktionalitäten. «Chinesische Marken sind zu wenig bekannt und die Leute haben noch keine Erfahrung damit.» Es gebe auch das Misstrauen, dass chinesische Produkte primär billig und nicht unbedingt gut seien. «Man muss also erst dieses Misstrauen bekämpfen, bevor man aus China Handys in der Schweiz verkaufen will.»

Chancen für internationalen Erfolg

Die Handys von Xiaomi haben laut Peter Baumann von SRF Digital bisher immer sehr gute Kritiken bekommen. Er räumt dem Hersteller darum grosse Chancen ein, international erfolgreich zu werden und zu einer etablierten Marke aufzusteigen. Dafür müssten jedoch zuerst Copyright-Probleme gelöst werden. Xiaomis Markenzeichen ist die frappante Ähnlichkeit zum iPhone.

Comparis-Sprecher Schneuwly würde ein Erfolg von Xiaomi auch nicht verwundern. «Innovationen sind sehr schwierig vorauszusagen, aber die Chinesen sind sicher für eine Überraschung gut.»