Comparis klagt gegen Bundesverwaltung

Der Preisvergleichsdienst will die Hacking-Vorwürfe des Bundes juristisch aufarbeiten. Comparis reicht deshalb bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen das Eidgenössische Departement des Innern ein.

Nachdem das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mit einer Strafanzeige gegen Comparis vor dem Kantonsgericht Zürich abblitze, holt der Online-Preisvergleichsdienst nun zum Gegenschlag aus. In Zusammenhang mit Hacking-Vorwürfen des EDI hat Comparis eine Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft eingereicht.

Die Vorwürfe lauten auf Amtsmissbrauch, Urkundenfälschung und Amtsgeheimnisverletzung, wie das Unternehmen mitteilt. Comparis lägen interne Dokumente der Bundesverwaltung vor, die zeigten, dass das EDI von der strittigen Datenbank-Abfrage entgegen anderem Bekunden frühzeitig wusste und dieses Wissen zu einem ihr opportunen Zeitpunkt an die Medien weitergab.

Mit dem Schritt strebe man eine strafrechtlichen Aufarbeitung der vom EDI vor rund einem Jahr erhobenen Vorwürfe des Hacking an. Comparis wurde im September 2012 vorgeworfen, ein Jahr zuvor einen illegalen Hacker-Angriff auf den Prämienrechner des Bundes gestartet zu haben.