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Schweiz CS-Deal: Etwas Willkür ist dabei

Die Grossbank Credit Suisse muss den US-Steuerbehörden 2,8 Milliarden Dollar überweisen. Martin Naville, Leiter der Handelskammer Schweiz-USA, analysiert in der SRF-Sendung «Trend» den Deal.

Es war das Thema der Woche: Die Grossbank Credit Suisse muss den US-Steuerbehörden 2,8 Milliarden Dollar überweisen, weil sie US-Amerikanern beim Steuerhinterziehen geholfen hatte. Und es bleibt nicht nur bei der Busse: Die Bank muss zudem öffentlich ihre Schuld eingestehen.

«Es ist eine hohe, aber keine abstruse Busse»

Martin Naville, Leiter der Handelskammer Schweiz-USA, ist nach dem Urteil erleichtert. Die Höhe der Busse gäbe anderen Schweizer Banken eine gewisse Orientierungshilfe. «Es ist zwar eine hohe, aber keine abstruse Busse. Jetzt wissen die anderen Banken: Das Problem ist lösbar.»

Porträt von Martin Naville.
Legende: Naville: «Es geht sicher noch 18 Monate, vielleicht auch länger, bis alles geregelt ist.» Keystone

Laut Naville wollten die US-Steuerbehörden an der Credit Suisse jedoch kein Exempel statuieren. Die Schweiz sei kein Sonderfall. In den letzten fünf Jahren haben die US-Behörde etwa 100 Milliarden Dollar Bussgeld von Banken eingefordert. Davon habe die Schweiz weniger als 5 Prozent bezahlt. «Die 2,8 Milliarden Dollar sind natürlich eine sehr saftige, aber keine Rekordbusse», analysiert Naville.

«Willkür ist bei diesen Deals immer dabei»

Die Bussenhöhe scheint willkürlich – wenn man den Deal mit der UBS vergleicht. Diese musste einst «nur» 780 Millionen zahlen. Das gibt auch Naville zu. «Ein wenig Zufälligkeit und Willkür ist bei diesen Deals immer dabei. Wir wissen nämlich nicht genau, was die effektiven Elemente sind, die schlussendlich die 2,8 Milliarden Dollar ausmachen.

Naville glaubt nicht, dass der Rest der Schweizer Wirtschaft das Problem zwischen den Schweizer Banken und den US-Behörden zu spüren bekommt. «Solange alles in geordneten Bahnen abläuft, wird der Rest der Wirtschaft nichts merken.»

Ein Ende des Konfliktes ist noch nicht absehbar. «Wir haben noch elf Banken der Kategorie 1 und 106 Banken der Kategorie 2, die alle auf eine Lösung warten. Es geht sicher noch 18 Monate, vielleicht auch länger, bis alles geregelt ist.»

28 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    Furchtbar, diese Aussage von Herrn Naville und eine schallende Ohrfeige für die Vertreter unserer Regierung, welche mit den Amis "dealen"-"Wir wissen nämlich nicht genau, was die effektiven Elemente sind, die schlussendlich die 2,8 Milliarden Dollar ausmachen" - wozu, zum Teufel hocken denn diese "Regierungsvertreter" an den Tisch!!!!
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    USA, what else. Für alle denen unsere Welt wichtig ist, lest das neuste Buch von Paul Craig Roberts (How America was lost).
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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    CS-Deal ***???*** CS-Erpressung ist wohl richtiger. Dass die IRS die Verantwortung für die Steuerschulden der Bankkunden auf die Banken abschiebt, ist Missbrauch des US-Rechts für vorsätzlichen, staatlich sanktionierten Diebstahl und Ausbeutung !!!
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    1. Antwort von Christina Bernegg, Horw
      Herr Guggisberg,habe soeben eine Nachricht des Journalisten Glenn Greenwald gefunden.Er deutet an,dass die Amis das ganze europäische Finanzsystem ausspionieren.Man kann davon ausgehen,dass die SNB und alle anderen routinemässig rund um die Uhr angezapft werden.Denn dieUS-Dienste haben ein grosses Interesse an Banking und Geldflüssen.
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