Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz «Dank Blocher sind wir nicht in der EU»

SVP-Bundesrat Ueli Maurer bedauert den Rücktritt von Christoph Blocher aus dem Nationalrat. Das sei ein grosser Verlust. Maurer rechnet damit, dass Blocher weiter dafür kämpfen wird, dass die Schweiz sich der EU nicht zu stark annähert.

Ueli Maurer und Christoph Blocher im Gespräch.
Legende: Maurer über Blochers Rücktritt: «Er ist nicht ersetzbar.» Keystone/Archiv

SRF: Was bedeutet dieser Rücktritt für die Partei?

Bundesrat Ueli Maurer: Es ist ein grosser Verlust. Christoph Blocher hat die Politik unserer Partei während Jahren geprägt. Aber diese Politik hat die Partei längst verinnerlicht. Es wird nun einige Zeit dauern, bis Leute aus seinem Schatten treten. Und man muss klar sagen: Blocher ist nicht ersetzbar – weder für die Partei, noch für die Schweiz.

Blocher tritt aus dem Nationalrat zurück. Wird er für die Partei dennoch weiter eine zentrale Rolle spielen?

Ich hoffe, dass er sich weiter politisch engagiert. Allerdings ist die Ankündigung des Rücktritts wohl auch ein Signal, etwas kürzer treten zu wollen. Möglicherweise auch in der Politik.

Wie würden Sie den Beitrag von Herrn Blocher für die Politik der letzten 30 Jahre auf den Punkt bringen?

Dank Blocher ist die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union.

Herr Blocher hat gesagt, seine grosse Mission sei nun die Bekämpfung eines möglichen institutionellen Abkommens. Was bedeutet sein Rücktritt für dieses Politikfeld?

Ich gehe nicht davon aus, dass er sich in diesem Bereich aus der Politik verabschieden wird. Vielmehr wird er weiter für dieses Anliegen kämpfen. Das ist sein Lebenswerk und das gibt er nicht so leicht aus den Händen. Und ich denke, dass Millionen von Schweizerinnen und Schweizern darauf warten, dass er hier vorangeht.

Das Interview führte Dominik Meier.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

46 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Albert Plants, Chur
    Lange nicht mehr, dem Alter sei dank
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Das denke ich auch ständig über die Altmarxisten in der SP...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Roger Stahn, Fraubrunnen
    Zum Thema TTIP oder besser "Titti" (nach Martin Schulz) Abkommen zwischen EU und USA, ist die Satire Sendung heute-show vom 09.05.2014, 22:30. Freier Handel? Von Oliver Welke und Carolin Kebekus über Freihandelsabkommen, von denen die Bürger erst dann erfahren sollen, wenn sie ausgehandelt sind, sehr zu empfehlen. Ein weiterer Grund, um nicht der EU beizutreten. ;-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      Verhandlungen führt man in der Regel zwischen Vertragspartnern und das vertraulich. Wenn ein VertragsENTWURF vorliegt, wird er dem Publikum zur öffentlichen Diskussion bekannt gemacht und dann ist es in Deutschland Usus, dass er in die Ausschüsse des deutschen Bundestages zur Begutachtung und, falls gutgeheißen ins Plenum und es nach 3 Lesungen zur Abstimmung kommt. Da Sie in der CH hier wieder mal nichts mitzureden haben,können anschließend in Brüssel auf der Matte stehen, oder auch nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Ja Herr Chauvet, das Problem ist eben das Publikum. In der Schweiz gibt es kein Publikum, sondern nur souveräne Bürger, welche den Kurs ihres Landes selbst bestimmen und ihrer Regierung den Auftrag für die Ausführung übergibt. Gerade das umgekehrte, wie Sie es gewohnt sind in Deutschland und in der ganzen EU sowieso. 800Mio. EU Bürger haben nichts zu sagen, ob TTIP kommt oder nicht, wie sie zurecht sagen, eben nur Publikum.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      @Stahn:Jetzt weiss ich wirklich nicht was Sie in diesem Kontext eigentlich zum Ausdruck bringen wollen.Die CH ist weder in der EU und erst recht nicht an den TTIP-Verhandlungen beteiligt. Sie wird deshalb da nicht im geringsten gefragt. Wenn das Abkommen kommt stehen Ihre Würdenträger wieder mal zu Hauf in Brüssel auf der Matte, dürfte für sie eine Katastrophe sein.Jetzt Guillotineklausel, später TTIP. Sie können dann nicken oder nicht, der Karren läuft so oder so, auch ohne die CH.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Der Punkt ist der Herr Chauvet, Sie als EU-Bürger sind sich gewohnt (geschichtlich bedingt), dass eine Elite über Sie bestimmt, ohne, dass Sie was dazu sagen können. Der Schweizer hingegen ist mit der direkten Demokratie quasi mit der Muttermilch aufgewachsen. Der Schweizer akzeptiert nie und nimmer einen König, der über sie herrscht. Der einzige König welcher die Schweizer auf ewig akzeptieren, ist der Schwinger König. ;-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von P.Bürger, Schaffhausen
    Dass U.Maurer seinem Ziehvater huldigt ist verständlich & legitim.Doch widerspreche ich seinen Ausführungen,wonach die CH ohne Blocher in der EU wäre.Dieses Märchen wird von der SVP standhaft bewirtschaftet.Blocher hat sicherlich grosse Fähigkeiten,doch als Politiker hat er grossmehrheitlich versagt!Als BR zu forsch & besserwisserisch,als NR selten anwesend!Blocher gehört zu den Machtmenschen,die sich immer am Wichtigsten nehmen, uneinsichtig sind & nicht erkennen, wann für sie Schluss ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ben.Knie, Zürich
      Wir wissen alle, dass sie alles wissen und präsentieren hier so ein Appenzeller Käse der schon ein paar Tage zu alt ist zum Essen.. Besser sie wären Bundesrat geworden, und hätten im Langweilisierungsraum gesessen und mit Eier gegessen. Eines ist für mich befremdend, dieses Loberische, Selbstaufbauschende bzw. der grosse Stolz, aber das ist bei anderen Bundesräten noch eine Zacke schlimmer.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      P. Bürger: Sagen sie mir bitte wer denn sonst den EU-Beitritt verhindert hätte. Das einzige was ich Blocher ankreide ist, dass er viel zu lange nicht erkannt hat, dass ein schleichender Beitritt im Gange ist. Aber das kann ja korrigiert werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      @B.Knie:Auch wenn ich ihren Kommentar mehrfach lese, verstehe ich leider nicht, was sie hier wirklich zu sagen haben. versuchen sie es doch noch einmal. Nehme gerne Stellung zu ihrer Wortmeldung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von O. Toneatti, Bern
      Christmann@ Die EWR-Abstimmung vom 6. Dez. 1992 gewann die SVP mit Hilfe der Grünen, die auch Nein stimmten, mit 50,3%. Die Stimmbeteiligung betrug 78,73%. Aber das hätte alles nichts genützt, wenn nicht auch 16 von 23 Ständen Nein gestimmt hätten. Die Abstimmung ist deshalb klar am Ständemehr, auf das C.Blocher keinen Einfluss hatte, gescheitert. mfG OT
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Herr Bürger, mal abgesehen von Ihrer Polemik, der Punkt "...wonach die CH ohne Blocher in der EU wäre.", welchen Sie bestreiten, da kann ich Ihnen teilweise Recht geben. Eines sollten wir keinesfalls ausser Acht lassen; In unserem Land geben nicht etwa die verschiedenen Parteien eine Auswahlsendung vor, sondern die Politiker welche in der Lage sind, die Mehrheit der Volksmeinung wieder zu geben, dafür sich aufrichtig einsetzen, die haben auch Erfolg und können eine politische Mehrheit bilden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen