Zum Inhalt springen

Schweiz Das Abend-GA kommt bei den Kunden nicht an

Mit einem speziellen Abend-GA wollen die öffentlichen Verkehrsbetriebe Busse und Züge zu Randzeiten besser auslasten. Das Angebot ist seit zwei Monaten im Test. Das Interesse bisher gering.

Bahnkunde zeigt einer Zugbegleiterin das GA.
Legende: Die Absatz-Zahlen des Abend-GAs liegen unter den Erwartungen. Keystone

Das Abend-GA geht nur selten über den Bahnschalter. Man habe bis dato ungefähr 1000 solche Abonnements verkauft, sagt Andreas Keller vom Verband öffentlicher Verkehr. Ziel war es, bis Ende April 15‘000 Abos zu verkaufen. Die Zahl sei zwar nicht besonders erfreulich, aber an einen Misserfolg des Abend-GAs glaubt Andreas Keller trotzdem nicht.

Tiefe Verkaufszahlen analysieren

Es gelte nun, nach den Gründen für die tieferen Absatz-Zahlen zu suchen. So müsse beispielsweise analysiert werden, ob der Testbetrieb zu kurz war. Ob es vielleicht gar kein Bedürfnis für ein GA nach 19 Uhr gebe oder ob es mit rund 500 Franken für ein halbes Jahr zu teuer sei. Ein vergleichbares Angebot, das Gleis-7-Abo für junge Menschen bis 25, ist gefragt. Es ist mit 300 Franken pro Jahr inklusive Halbtax aber auch viel günstiger.

Tests gehen weiter

Die öffentlichen Verkehrsbetriebe suchen weiter nach Möglichkeiten, um ihre Züge und Busse zu Randzeiten besser auszulasten. Es würden auch in Zukunft neue Produkte getestet, sagt Keller. Ziel dieser Tests sei es zu prüfen, welche Produkte auf dem Markt bestehen können. Der Verband öffentlicher Verkehr wird nun entscheiden müssen ob das Abend-GA in Zukunft weniger kosten soll, oder ob er es nach der Testphase ganz einfach wieder aus dem Verkehr zieht.

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Baumann, Pratteln
    Ein Grundmaxime der neoliberalen Wirtschaftsbibel lautet: Lasset uns die Menschen mit den richtigen finanziellen Anreizen umerziehen. Dann tun sie, was wir von ihnen wollen. Nämlich endlich Bahnfahren zwischen 19 Und 24 Uhr, damit die Statistik der SBB eine schöne Auslastungskurve zeigt und das Management wegen erfolgreicher Kundenfrequentsteigerung sich anständige, wohlverdiente Boni auszahlen kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gyger Anna, Bern
    Was es braucht ist ein Randzeiten- GA! Also von 09:00 bis 15:00, UND von 19:00-24:00. so kann man hin- und zurück reisen. Das reine Abend GA macht für Berufsverkehr wenig Sinn.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marc Büchel, Freienstein
    Man rechne: 2. Klasse GA: 3655.- Abend GA 1 Jahr: 1000.- Gültigkeit 2. Klasse GA: 24h / 365 Tage Gültigkeit Abend GA: 19:00 - 24:00 => 5h / 365 Tage Quotient Gültigkeiten: 24h / 5h = 4.8 => Mit 2. Klasse GA erhält man 4.8 Mal mehr als mit Abend GA Preisberechnung linear: 3655.- / 4.8 = CHF 761.45 => Wohlgemerkt, das wäre ein Jahres Preis Was verlangt die SBB aktuell? 1'000.- pro Jahr. Sprich auf diese Rechnung wurde nochmals grosszügig 1/3 drauf gepackt :( 500.- pro Jahr wären ok.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Marc Büchel, hinzu kommt, dass das GA wohl vorwiegend von Pendlern verwendet wird die es folglich ca. 200 Arbeitstage und geschätzte 50 Wochenendtagen benützen. Die Anzahl am Menschen die 200 Abende im Jahr ausgeht, geschweige denn auch das Geld dazu hat, ist wohl extrem gering. SBB live.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen