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Schweiz Der Mut zur Ökumene fehlt

Die geplante ökumenische Eucharistiefeier in Dübendorf fand nicht statt. Aus Angst vor negativen Folgen nahmen die zwei katholischen Priester nur als Gäste am stattdessen durchgeführten Abendmahl teil. Der orthodoxe Priester erschien gar nicht.

Legende: Video Keine ökumenische Feier abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 29.06.2013.

Die ökumenische Tischgemeinschaft Symbolon hat am Samstagabend auf eine geplante Mittsommer-Eucharistiefeier verzichtet. Stattdessen wurde in Dübendorf ein Abendmahl nach der ökumenischen Lima-Liturgie gefeiert, an dem die beiden katholischen Priester als Gäste teilnahmen.

Geplant war eine konfessionsübergreifende Eucharistiefeier mit drei reformierten Pfarrer, einem orthodoxen Priester sowie zwei katholischen Priestern. Eine solche Eucharistiefeier wird von den Katholiken und Orthodoxen jedoch strikt verboten. Die offizielle katholische Kirche, konkret der Churer Generalvikar für die Kantone Zürich und Glarus, Josef Annen, hatte sich im Vorfeld denn auch davon distanziert.

Fünf Männer feiern eine Abendmahlfeier
Legende: Ökumenische Feier ohne Ökumene: Die katholischen Priester durften auf Druck ihrer Kirche nur als Gäste teilnehmen. Keystone

Am Samstagabend war der orthodoxe Priester in der Lazariterkirche in Gfenn am Rande der Zürcher Gemeinde Dübendorf nicht anwesend, wie die ökumenische Tischgemeinschaft Symbolon mitteilte. Er hatte ein Verbot von der orthodoxen Kirchenleitung erhalten.

Die beiden katholischen Priester hingegen waren anwesend. In einer Erklärung legten sie ihre Gründe dar, wieso sie auf die geplante Interzelebration verzichteten. Sie wollten vermeiden, dass diese Eucharistiefeier die an sich schon schwierigen Verhandlungen der Deutschschweizer Bischöfe in Rom von der kommenden Woche noch zusätzlich belastet würden. Offenbar war ihnen von Bischof Vitus Huonder Konsequenzen angedroht worden, falls sie teilnehmen würden.

Erklärung löst Aufruhr aus

Diese Verzichts-Erklärung löste bei einigen der rund 150 anwesenden Kirchengänger einen Aufruhr aus, wie der reformierte Pfarrer und Symbolon-Präsident Gerhard Traxel sagte. Ein paar wenige verliessen danach die Kirche.

Gemäss Traxel wäre es nicht die erste konfessionsübergreifende Eucharistiefeier gewesen. Solche Mittsommerfeste würden von Symbolon in Gfenn seit mehreren Jahren gefeiert.

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66 Kommentare

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  • Kommentar von JP.Simon / Bienchenanbeter, Bern
    Beppie Hermann,Sie bestätigen meine Ansichten, eines dualen Weltbildes, wir beide einer Vernunft gehorchend wissen, diese Weltanschauung nicht auf unseren Mist gewachsen ist. Sie war schon da, als die ersten H.sapiens reziprok ihrer Ziele nur genügen konnten, wenn sie sich ab u. zu gegenseitig eins ans Schienbein klopften. Sonnenklar, die göttl. Prinzipien in einer Giftsäure hinterhältiger Schiebern sich auflösen. somit diese in einer Vollkommenheit von 1:1 nicht zu leben sind.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    "göttl.Prinzipien:Autonomie,Reife,Selbstbewusstsein,Freiheit+Verantwortung"Versklavung, Unterdrückung,Gier,Ausbeutung,Verantwortungs-,Skrupellosigkeit,Sucht nahmen ihren Anfang bei der Entstehung des H.sap.,damit auch Religionen+Handel.Stärke,Selbstbewusstsein/-erkenntnis,Intellekt,Schläue,Geschäftssinn,Fleiss,Wille,Verantwortungsgefühl,Gewissensbildung usw,fehlt nur einer dieser Faktoren od.wird ersetzt durch obgenannte,laufen Deine göttlich.Prinzipien ins Leere,denn kein Mensch ist vollkommen.
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  • Kommentar von JP.Simon / Nietzscheaner, Bern
    zu boden- und hilflosen Geschöpfe machten. Der Schieber steht für Verfälschungen von göttlichen Prinzipien, die nicht umzuwerfen sind. Sie heissen Autonomie, Reife, Selbstbewusstsein, Freiheit und Verantwortung. Die parasitäre E. haben nur ein Ziel, einen Parasitenterror im Schwange zu halten. Früher waren es die Religionsführer und ihre Vasallen. Heute sind es Falschmünzer,Ganoven,Parvenüs die sich in Finanz,Wirtschaft,Politik eingenistet haben.
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