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Schweiz Deutsche Pizza gibts nur noch während Bürozeiten

Wollen Fast-Food-Kuriere aus Deutschland in die Schweiz liefern, müssen sie neuerdings ihre Waren beim Schweizer Zoll anmelden. Die Krux an der Sache: Anmeldungen sind nur während den Bürozeiten möglich. Abends und am Wochenende sind die Schalter zu.

Eine Pizza
Legende: Pizza aus der Schweiz oder doch lieber aus Deutschland? Keystone/symbolbild

Deutsche Fast-Food-Kuriere können nicht mehr problemlos Nahrungsmittel in die Schweiz liefern. Denn neu müssen sie ihre Esswaren am Schweizer Zoll anmelden.

Bisher seien gelegentliche Lieferungen in Kleinmengen vom Zoll toleriert worden, sagte Walter Pavel, Sprecher des der Eidg. Zollverwaltung (EZV). Da die Lieferungen markant zugenommen hätten, habe dies zu einer Ungleichbehandlung der Schweizer Anbieter geführt.

Deshalb müssten grenzüberschreitende Lieferungen wie alle anderen Handelswaren neu elektronisch angemeldet werden, schreibt Pavel. Er bestätigt damit einen entsprechenden Artikel des «Blick».

Zoll will Wettbewerbsverzerrungen vermeiden

Das Problem: Die Anträge werden nur während den Bürozeiten bearbeitet. Abends und am Wochenende, den Hauptlieferzeiten für Essenskuriere, bleiben die Schalter zu.

Mit dieser Massnahme will die EZV Wettbewerbsverzerrungen vermeiden. Denn die deutschen Fast-Food-Anbieter sind um einiges billiger als ihre Schweizer Konkurrenten. Demnach kostet eine Pizza Margherita aus dem süddeutschen Bad Säckingen laut «Blick» durchschnittlich zwischen 8 und 9.20 Franken, während im Schweizer Rheinfelden oder Frick für dieselbe Pizza zwischen 13.50 und 15 Franken bezahlt werden muss.

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54 Kommentare

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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Auf der anderen Seite soll es dann kein Problem sein, wenn zahlreiche deutsche Firmen in der Schweiz Lohndumping betreiben, trotz mehrfacher Verwarnung und damit auch noch Schweizer Gesetze und Tarifbestimmungen verletzen!? Eine Retourkutsche ist da einmal mehr als angebracht, das Vorgehen der CH-Zollverwaltung ist zudem auch rechtlich legitim!!
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  • Kommentar von Noah Dourmont, Hamburg
    Niemand wird gezwungen, sich eine Pizza liefern zu lassen. Vielleicht sind es die günstigeren Preise und der Service, der die schweizer Kunden reizt? Bitte das ist nicht der Fehler der deutschen Pizzalieferdienste mit der Verzollung. Also haltet mal den Ball flach. Ich bin für Pizzafreizügigkeit ;)
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  • Kommentar von Petra Reiner, Basel z.Zt. Wiesbaden
    Dicker Boden,Dünner Boden,Belag,wichtig ist,dass schmeckt.Wer Marshmallows und Essiggurken auf der Pizza will,der soll sie bekommen,egal was in Venedig, Rom,Neapel oder Basel als Original angeboten wird. Aber bei den Preisen bei uns,sogar in Süddeutschland,wird einem schlecht.Kein Vergleich zu Frankfurt,München oder Berlin. Normalerweise sollte man mit der Rechnung des schweizer Lieferdienstes an den Zoll gehen und sich diesen zur Hälfte erstatten lassen,notfalls deren Zollhäuschen besetzen.
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