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Cyber-Kriminalität Die Angst vor dem Blackout

Legende: Audio Die Angst der Strombranche vor Cyberangriffen abspielen.
2:45 min, aus Echo der Zeit vom 23.07.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund zwei Drittel der Schweizer Elektrizitätswerke befürchten Stromausfälle als Folge von Cyber-Attacken, zeigt eine Studie der Beratungsfirma EY.
  • Cyber-Kriminalität sei für Energieunternehmen ein ähnlich grosses Risiko wie Naturkatastrophen oder Brände.
  • Besonders gefährdet: die Stromverteiler. Die allerdings warnen vor Panikmache.

Bei den Stromversorgern geht die Angst vor Hackerangriffen um. So schätzt jedes zweite befragte Unternehmen der Studie die Gefahr als hoch ein, Opfer einer Cyberattacke zu werden. Jedes vierte Unternehmen beurteilt diese Gefahr sogar als sehr hoch. Alessandro Miolo, Co-Autor der Studie und Energieexperte bei EY, erstaunen diese Antworten nicht. «Cyberattacken sind für die Netzbetreiber genau so relevant wie Naturkatastrophen oder Brände», sagt er.

Gefragt: Geschulte Mitarbeiter, die beste Technik

Wenn zwei Drittel aller 82 befragten Stromversorger sich Sorgen machten, zeige dies, dass Handlungsbedarf bestehe. Zum einen müssten die Mitarbeitenden entsprechend geschult werden, wie mit einer allfälligen Cyberattacke umzugehen sei, sagt Milo. Zum anderen brauche es auch technische Massnahmen, meint Co-Autor Milo. Nicht nur die Infrastruktur müsse auf den neusten Stand gebracht werden. Die Bereiche Strom und Datennetz müssten zudem klar getrennt werden.

Besonders gefährdet sind die Stromverteiler – jene Unternehmen, die dafür verantwortlich sind, wohin wie viel Strom fliesst. Beim Dachverband der Schweizer Verteilnetzbetreiber ist man sich dessen bewusst.

Keine Panik bei den Stromverteilern

Trotzdem will Präsident Peter Lehmann nicht in Panik verfallen. Er relativiert die Gefahr. «Aus meiner Sicht sind die Verteilnetze für Cyberterroristen uninteressant, weil sie zu kleinräumige Ziele darstellen. Ein Stromausfall in Wohlen wäre international nicht einmal eine Randnotiz wert», schreibt er auf Anfrage von SRF.

Die kleinräumig organisierte Stromversorgung in der Schweiz mit ihren rund 700 verschiedenen Betreibern sei deswegen auch ein Vorteil. Ungleich grössere Auswirkungen hätte eine Cyberattacke bei Swissgrid, welche die überregionalen Hochspannungsleitungen betreibt, schreibt Lehmann weiter.

Swissgrid lässt sich nicht in die Karten schauen

Bei Swissgrid will man sich nicht in die Karten schauen lassen. Auf Anfrage der «Sonntagszeitung» schreibt das Unternehmen lediglich, man überprüfe die Schutzmassnahmen regelmässig.

Der Verband der Schweizerischen Elektriztitätsunternehmen betont, dass bisher kein einziger erfolgreicher Cyberangriff in der Schweiz bekannt sei. Dennoch ist der Verband daran, Empfehlungen auszuarbeiten, um das Stromnetz besser zu schützen.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Otto Murbach (OttoMurbach)
    Das einzig Zuverlässige ist weg vom globalen Wahn-Glauben und vom Internet!
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Gebt doch gleich die Adressen bekannt, damit sich die Kriminellen nicht dummerweise de falsche Firma aussuchen. Ich finde es richtig dumm, solche Dinge über die Medien zu verbreiten. Das kann als Einladung angesehen werden.
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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Wird mit Vernebelungstaktik angebliche Problematik mit Cyberattacken konstruiert, um von wahrer Gefahr von Blackouts durch nicht planbaren Einspeiselücken von Wind- und Solarstrom abzulenken. Besonders akut in winterlichen Hochlastsituationen wie letzten Januar, als sämtliche Kohle-, Gas und Ölkraftkapazitäten am Anschlag laufen mussten und man kurz vor Totalblackout war. Höchst ineffiziente überalterte und defizitäre Kohlekraftwerke in DE dürfen deswegen nicht stillgelegt werden.
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