Die Waadtländer strafen Täter härter

Der Kanton Waadt hat aus dem Fall Marie gelernt: Nie mehr soll künftig ein gefährlicher Verbrecher elektronische Fussfesseln tragen. Die Regierung hat noch weitere Massnahmen angeordnet.

Die Tötung an Marie hat die Waadtländer Regierung aufgeschreckt. Künftig werde nie mehr ein derart gefährlicher Täter mit einer elektronischen Fussfessel versehen. Dies sagte die zuständige Waadtländer Regierungsrätin Béatrice Métraux (Grüne).

Und nicht nur dies: Sie habe angeordnet, dass sämtliche Fälle mit elektronischen Fussfesseln überprüft werden, sagte Métraux zu «Der Bund». Auch politisch müsse etwas geschehen. Sie betonte, dass der 36jährige Schweizer der einzige Sexualstraftäter im Kanton Waadt war, bei dem eine elektronische Fussfessel zum Einsatz kam.

Am Montagabend ins Auto gezerrt

Der Mann hatte die 19jährige Frau am Montagabend in Payerne (VD) gewaltsam ins Auto gezerrt. Er befand sich mit ihr in einer Beziehung. Am Dienstag konnte er nach einer wilden Verfolgungsjagd im Kanton Freiburg gestellt werden. Die Frau befand sich nicht bei ihm.

Ihre Leiche wurde in der Nacht auf Mittwoch bei Châtonnay (FR) gefunden. Zu den Umständen und der Todesursache ist nach wie vor nichts bekannt.