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Kampf gegen Feinstaub Diesel-Fahrverbot auch bald in der Schweiz?

Stuttgart reagiert auf die Feinstaubbelastung und will Dieselfahrzeuge vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. In der Schweiz fällt die Idee auf fruchtbaren Politboden

Legende: Video Diesel-Fahrverbot – bald auch in der Schweiz? abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.03.2017.

Im kommenden Jahr müssen in Stuttgart (D) einige Autofahrer ihre Dieselfahrzeuge stehen lassen. Im Zuge des Luftreinhalteplans werde dies dann Diesel-Fahrzeuge treffen, die die aktuell strengste Abgasnorm «Euro 6» nicht erfüllten.

Die Landesregierung reagiert mit dem Fahrverbot auf die Feinstaubbelastung. In den vergangenen Jahren wurden in Stuttgart die Grenzwerte jeweils an mehr als 40 Tagen überschritten. Die Hautpstadt des Bundeslandes Baden-Württemberg ist kein Einzelfall: Die Feinstaubbelastung und Stickstoffdioxid-Werte überschreitet seit vielen Jahren in gut 90 deutschen Städten häufig die Grenzwerte. Deutschland ist deswegen bereits von der EU verklagt worden.

VCS begrüsst die Massnahmen

Zwar ist die Belastung in der Schweiz geringer. In grossen Städten und entlang viel befahrener Strassen werden die Grenzwerte aber zum Teil deutlich überschritten. Beim Verkehrsclub der Schweiz wird die Stuttgarter Idee darum mit Interesse verfolgt. Für ein Verbot müsste in der Stadt eine Art Umweltzone geschaffen werden – nach deutschem Vorbild. Konkret will die VCS-Präsidentin, SP-Nationalrätin Evi Allemann, im Parlament ein entsprechendes Postulat einreichen.

Autolobby ist dagegen

Bei anderen Verkehrspolitikern kommt diese Idee nicht gut an. Das Model von Umweltzonen wurde schon vor Jahren diskutiert, dann aber wieder verworfen, sagt TCS-Vizepräsident Thierry Burkart. Aufwand und Ertrag seien in keinem Verhältnis, so Burkart.

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48 Kommentare

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  • Kommentar von tom rosen (tom rosen)
    Autofahrer, die aus ökonomischen und ökologischen Gründen ein Dieselfahrzeug gekauft hatten können nicht alle Ingenieurswesen studiert haben können, werden nun sanktioniert. Und der VCS springt schamlos auf jedes greifbare Vehikel auf um den teuflischen Autofahrern Steine auf die Fahrbahn zu werfen. Dabei ist es den Aktivisten gleich, ob es demokratische oder sozial fragwürdige Steine sind. Saubere Luft ist natürlich wichtiger, als Bewegungsfreiheit und Rechtssicherheit, aber bitte mit Mass.
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Aber etwas Interesse und Informationskonsum ist dem geneigten Autokäufer schon zuzumuten, oder! Es ist keine Raketentechnik und seit Jahren bekannt, dass Diesel die Schadstoffproblematik nur verlagerten (ausser die neusten mit DeNOx-Anlagen). Ein Troll, der das nicht mitbekommen haben will! Ähnliches gilt für Euro6-Benziner, die wiecer eine Feinstaubproblematik aufweisen. Man kann das alles wissen, wenn man sich nur ein BISSCHEN kümmert!
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  • Kommentar von Benito Perez (Adelante)
    Schade hat die Industrie wieder einmal gelogen. Diesel in Autos ist sowieso ein Europa Phänomen.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Was man nicht alles verbieten will. Meistens verbietet man nur das wovon man selber nicht gar betroffen ist. - NB: Was wäre mit einer Umstellung auf Wasserstoffmotoren, Elektromotoren usw. ?
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