Dreckluft macht in der Schweiz immer noch krank

Die besser gewordene Luft in der Schweiz ist noch nicht gut genug. Noch immer erkranken oder sterben Menschen wegen der zu hohen Belastung mit Feinstaub oder Ozon.

Häuserdächer mit rauchenden Kaminen

Bildlegende: Die Feinstaubbelastungen in der Schweiz beeinträchtigen vor allem die Gesundheit der Kinder. Im Bild die Stadt Chur. Keystone/Archivbild


Gespräch mit Michael Schärer vom Bundesamt für Umwelt

4:27 min, aus SRF 4 News aktuell vom 09.07.2013

Die Luft ist in den vergangenen 25 Jahren zwar deutlich besser geworden in der Schweiz. Aber Feinstaub, Ozon und Stickoxide machen den Menschen noch immer zu stark zu schaffen. 3000 bis 4000 Menschen sterben jedes Jahr vorzeitig wegen der Luftbelastung, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in seinem neusten Umweltbericht schreibt.

Bronchitis wegen schlechter Luft

Ungefähr 39'000 Mal erkranken Kinder und 1000 Mal Erwachsene jedes Jahr wegen der Luftschadstoffe an akuter Bronchitis. Insgesamt führt zu schlechte Luft jährlich zu Gesundheitskosten von geschätzten 5,1 Milliarden Franken.

Die Luftverschmutzung wird hauptsächlich vom Autoverkehr, der Landwirtschaft und der Industrie verursacht. Unter der schlechten Luft leiden auch Ökosysteme wie zum Beispiel Moore und alpine Heiden.

Um die Belastung zu senken, müsse bei Fahrzeugen, Industrieanlagen und Heizungen konsequent der höchste Stand der Technik gefördert werden, hält das Bafu fest.

Dicke Luft in der Schweiz