Drei Gotteskrieger leben wieder in der Schweiz

Immer mehr Schweizer ziehen in den «heiligen Krieg». Mehr als 60 Personen sollen inzwischen in die Krisengebiete im Mittleren Osten gereist sein.

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Bildlegende: Gotteskrieger patrouillieren in Falluja mit schwer bewaffneten Trucks auf den Strassen. Keystone

In der Schweiz halten sich mindestens drei Personen auf, die sich am «heiligen Krieg» beteiligen oder beteiligt haben. Dies geht aus den Zahlen des Nachrichtendienstes zu den dschihadistisch motivierten Reisebewegungen hervor.

Als der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) im November letztmals über die Zahl der Dschihad-Reisenden informierte, galt erst eine Rückkehr als bestätigt.

In 16 Fällen gilt die Rückkehr gemäss einer Mitteilung vom heutigen Montag derzeit als nicht bestätigt. Dies entweder, weil die dschihadistische Motivation nicht nachgewiesen werden konnte oder weil der Aufenthaltsort nicht bekannt ist.

Zahlen wachsen seit 2012 kontinuierlich

Der Nachrichtendienst geht den unbestätigten Fällen «weiterhin nach», wie es in der Mitteilung hiess. Der NDB aktualisierte zudem die Zahl der Personen, die seit 2001 Dschihad-Reisen aus der Schweiz unternommen haben. Demnach sind bislang insgesamt 62 Personen ausgereist, um sich am «heiligen Krieg» zu beteiligen.

Im Mai 2013, als der NDB erstmals Zahlen zum Phänomen veröffentlichte, waren es noch 20 Dschihad-Reisende aus der Schweiz in Konfliktzonen. Ein Jahr später waren es dann schon 40.

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Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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