Duschwanne und Postauto gewinnen Energiepreis

Ein Postauto ohne Abgase und eine intelligente Dusche. Diese beiden Ideen zum Stromsparen gewinnen den diesjährigen Watt d'Or des Bundesamtes für Energie. Geld erhalten die Projekte allerdings nicht.

Schweizerinnen und Schweizer spülen beim Duschen Unmengen an Energie die Kanalisation hinunter. Pro Haushalt geht jährlich Energie im Wert von 200 Franken verloren. Die Duschwanne Joulia gewinnt Energie aus dem abfliessenden Duschwasser zurück und heizt damit das kalte Frischwasser. Eine gute Idee, findet das Bundesamt für Energie, BFE. Deshalb erhält das Projekt des diesjährigen Watt d’Or in der Kategorie Energietechnologien.

In der gleichen Kategorie erhielt die Winterthurer Maschinenfabrik Rieter für eine Absaugklappe bei ihren Spinnmaschinen den Spezialpreis der Jury. Nach Angaben des BFE lässt sich der Energieverbrauch damit um zehn Prozent senken.

Postauto mit Brennstoffzelle

Für ihr emissionsfreies Postauto, das mit einer Brennstoffzelle betrieben wird, hat PostAuto Schweiz den Watt d'Or in der Kategorie energieeffiziente Mobilität erhalten. Das Unternehmen hatte letztes Jahr einen fünfjährigen Testbetrieb der Fahrzeuge erfolgreich abgeschlossen.

Mit einem Stromsparprogramm machte der Genfer Energieversorger SIG in der Kategorie Gesellschaft das Rennen. In der Kategorie erneuerbare Energien hat die Jury dieses Jahr kein Siegerprojekt gekürt. Trotz sehr guten Beiträgen habe sich darunter kein «ausgezeichnetes» Projekt befunden, teilte das BFE mit.

Kein Geld, nur Ruhm

Weiter erhielten die Credit Suisse für das grösste Minergie-P-Eco Gebäude in der Schweiz, der Uetlihof 2 in Zürich, und die Aargauer Firma Green Datacenter für ihr energieeffizientes Rechenzentrum einen Watt d'Or in der Kategorie Gebäude und Raum.

Die Auszeichnung Watt d'Or ist nicht mit Geld dotiert. Ziel des Preises ist es, die prämierten Projekte der Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik bekannt zu machen. Zu den fünf Kategorien waren 75 Bewerbungen eingegangen.