Einreisesperre gegen ägyptischen Prediger

Der Bund verbietet dem ägyptischen TV-Prediger Muhammad Salah, nach Genf zu reisen. Er könnte die Sicherheit des Landes gefährden. Der Islamische Zentralrat hatte ihn als Gastredner für seine Jahreskonferenz eingeladen – und wehrt sich jetzt gegen diese Verfügung.

Männerkopf von hinten mit einer weissen, islamischen Kopfbedeckung (Symbolbild).

Bildlegende: Der IZRS will sich juristisch gegen die Einreisesperre wehren. Keystone

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hat eine Einreisesperre gegen den ägyptischen TV-Prediger Mohamed Salah verhängt.

Salah, der in Texas lebt, sollte am Samstag als Referent an der Jahreskonferenz des Islamischen Zentralrats (IZRS) in Genf teilnehmen. Rund 2000 Besucher aus dem In- und Ausland werden erwartet.

Der Zentralrat bedauerte die Einreisesperre und kündigte rechtliche Schritte an. Im vergangenen Juni habe sich Salah laut IZRS noch im Schengenraum aufgehalten. Er besitze für Grossbritannien ein zweijähriges Geschäftsvisum sowie eine US-Greencard.

Schon letztjähriger Gastredner gesperrt

Weder der Kanton Genf noch das Fedpol wollten zur Angelegenheit Stellung nehmen. Das Fedpol erinnerte daran, dass es die Einreise von Personen in die Schweiz verbieten könne, welche die Sicherheit des Landes gefährden könnten.

Letztes Jahr hatte der muslimische TV-Prediger Muhammad al-Arifi nicht an der Jahreskonferenz des IZRS im Kanton Freiburg auftreten können. Das Bundesamt für Migration hatte eine Einreisesperre für den ganzen Schengenraum verfügt.