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Energiewende Schweizer Stromindustrie unter Druck

Die Preise für Elektrizität sinken europaweit. Die Schweizer Stromwirtschaft ist im Umbruch. Für mindestens drei Jahren wird der Preiszerfall weitergehen. Zeit für die Schweiz ihr Geschäftsmodell zu überdenken?

Legende: Video Sinkende Strompreise in der Schweiz abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.04.2013.

Heute liegen die Preise an der europäischen Strombörse in Leipzig rund ein Drittel tiefer als im März 2011. Für Schweizer Strombezüger ist der Preiszerfall wegen des starken Frankens noch stärker. Doch die Strompreise sind bereits seit zwei Jahren auf Talfahrt.

Der Schweizer Strommarktexperte Walter Müller, der Unternehmen in Energiefragen berät, macht zwei Hauptgründe für den Preisrückgang aus: «Der eine ist die tiefe Nachfrage der Wirtschaft, der andere ist das grosse Angebot von erneuerbaren Energien».

Geschäftsmodell auf dem Prüfstein

Windkraft in Deutschland
Legende: Deutschland setzte schon früh auf Windkraft. Keystone

Für mindestens drei Jahre wird der Strompreiszerfall weitergehen – das sieht man an den Termingeschäften, die zur Zeit an der Strombörse abgeschlossen werden. Längerfristig dürfte eine erholte Wirtschaft aber wieder mehr Nachfrage und höhere Preise erzeugen.

Das bisherige Geschäftsmodell der Schweizer Stromwirtschaft – mit billigem Strom nachts die Speicherbecken zu füllen und diesen dann später teuer zu verkaufen – dieses Modell wird wegen des billigen Stroms aus der Sonne wohl nicht mehr lange funktionieren.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Hubertus Wach, Luzern
    Zur CH: Weil die CH auch in der Strompolitik durch die Atomlobby, die economiesuisse & den rechtslastigen Politfilz regiert wird, haben wir uns die Zukunft bezüglich nachhaltiger, sicherer Stromversorgung auf erneuerb. Energieträgern wie Wasser, Sonne, Wind, Biomasse, etc. selbst verbaut. Die hoch volatile Stromproduktion aus Sonne & Wind kann & wird über ein separat. europ. Gleichstrom-Verbundnetz (von ABB) in Pumpspeicherkraftwerke zur Versorgungssicherheit gespeichert – wie bisher!
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      H. Wach, Welch ein Vergleich mit einem Land wie Norwegen, das annähernd halb so viele Einwohner hat als die Schweiz mit ihrer unbewohnbaren Alpenlandschaft, 5 Millionen! Die Bevölkerungsdichte etwa 15x niedriger ist bei einer über 9x grösseren Fläche, noch viel unberührter Natur und vielen Gewässern, teils 100e km lang. Ein linker Witz des Tages!
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  • Kommentar von Hubertus Wach, Luzern
    Vorbild Norwegen(N): All die negativen Kommentare wären nicht nötig, wenn man die Strompolitik des seit über 60 Jahren meist durch Sozis regierte N betrachtet. 98% des Stroms wird seit Jahrzehnten durch den erneuerb. Energieträger Wasser über (meist amortisierte) Laufkraftwerke & Speicherkraftwerke produziert. Nachteil: Weil der Strompreis deshalb so billig ist, ist der Verbrauch/Kopf fast 3x! höher als in der CH. (N hat - logisch - auch keine Probleme mit Endlagern & AKW-Abriss!)
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  • Kommentar von S.Frehner, Bern
    Komische Schlussfolgerung: "Das bisherige Geschäftsmodell der Schweizer Stromwirtschaft – mit billigem Strom nachts die Speicherbecken zu füllen und diesen dann später teuer zu verkaufen – dieses Modell wird wegen des billigen Stroms aus der Sonne wohl nicht mehr lange funktionieren." Gerade die billige Sonnenenergie muss für den Abend und sonnenarme Tage gespeichert werden. Ein lukratives Geschäft für die Besitzer der Schweizer Pumpspeicherwerke.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Wie unten schon erwähnt, es gibt noch keine Batterien mit genügend Kapazität, nichtmal für Private.
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