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Schweiz Entführer von Payerne festgenommen – Suche nach Frau geht weiter

Der Mann, der am Montagabend in Payerne (VD) eine junge Frau entführt hatte, ist festgenommen worden. Die Polizei hatte ihn mit einer Grossfahndung gesucht. Die Frau wird weiterhin vermisst.

Legende: Video Entführer von Payerne festgenommen abspielen. Laufzeit 2:36 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 14.05.2013.

Die Grossfahndung war ein Erfolg: Der Mann, der die 19jährige Frau entführt hatte, konnte dingfest gemacht werden. Der Entführer war bereits einmal wegen Mordes verurteilt worden.

Der Mann wurde angehalten, als er mit seinem Auto bei Vaulruz im Kanton Freiburg unterwegs war. Die 19jährige befand sich nicht im Auto. Von ihr fehlt immer noch jede Spur.

Am Montag Abend hatte der Mann in Payerne (VD) eine junge Frau gewaltsam in seinen Wagen gezogen. Danach fuhr das Auto mit Freiburger Kennzeichen in Richtung Moudon weg.

Laut der Waadtländer Polizei war die 19jährige zu Fuss unterwegs. Nach einem Wortwechsel stieg der Mann aus dem Auto aus, rannte zur Frau und zerrte sie ins Fahrzeug. Die Frau habe aus dem Auto nach Hilfe gerufen. Den Ermittlungen zufolge stand der Mann mit der jungen Frau in einer Beziehung.

Die Polizei leitete eine gross angelegte Suchaktion ein, nachdem ein Zeuge Alarm geschlagen hatte. Dank dessen Aussagen konnte der Mann bereits identifiziert werden. Es handelt sich um einen 36jährigen, der 1998 wegen Entführung, Vergewaltigung und Mord verurteilt worden war. Er befand sich seit August 2012 zum Ende des Vollzugs im Hausarrest.

Auf Regions-, Kantons- und Bundesebene wurde mit einem Grosseinsatz nach dem Fahrzeug gesucht. Rund 20 Patrouillen kontrollierten die Strassen und Forstwege zwischen Payerne und Moudon.

Dunkle Vergangenheit

Der Entführer hatte 1998 seine damalige Ex-Freundin entführt, vergewaltigt und ermordet. Er wurde dafür zu einer Freiheitsstrafe von 20 verurteilt. Eine bedingte Entlassung wurde im Mai 2011 nach Verbüssen von zwei Dritteln seiner Strafe abgelehnt. Jedoch wurde entschieden, dass er den Rest der Strafe im Hausarrest absitzen kann.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Kirschner, Schwarzenburg
    Ein Anwalt (leider nicht das erste Mal) welcher eine Fussfessel-/Freiheit bei einem solchen Täter/Mörder erreicht, sollte zur Rechenschaft gezogen werden, d.h., er sollte als Komplize ebenfalls hinter Gitter oder zumindest sein Patent abgeben. Aber eben: Keine Krähe pickt einer anderen Krähe die Augen aus. Die Gesetze sollten für solche Vergehen viel strenger sein. So kommt der Mörder von Marie (leider wurde sie bei Payerne tot aufgefunden) wieder auf Kosten der Steuerzahler hinter Gitter.
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  • Kommentar von B. Piano, Jura
    Hausarrest und dann mit dem eigenen Auto Ausflüge unternehmen? Komische Justiz herrscht in der Schweiz!
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  • Kommentar von I. Wildfang, Brugg
    In den USA wird das Umfeld solcher Menschen nach der Haftentlassung über deren Vergangenheit informiert. In der Schweiz steht der Datenschutz über dem Schutz der Angehörigen und potentieller neuer Opfer. Immer wieder werden Partnerinnen und Partner Opfer von verurteilten Gewalttätern, weil sie keine Ahnung haben, dass sie mit einem/einer solchen zusammenleben.
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