Ermittlungen in Seco-Affäre ausgeweitet

Die Bundesanwaltschaft ermittelt in der mutmasslichen Korruptionsaffäre beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco gegen zwei weitere Personen. Für eine hat sie Untersuchungshaft beantragt.

Logo des Seco am Eingang.

Bildlegende: Im Korruptionsfall rund um das Seco ist eine zweite Person festgenommen worden. Keystone

Die Bundesanwaltschaft hat ihre Ermittlungen in der Korruptionsaffäre im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) auf zwei weitere Personen ausgedehnt. Dies bestätigt eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft auf Anfrage von SRF Online.

Bereits die zweite Verhaftung

Weitergehende Angaben könne sie derzeit nicht machen, schreibt die Bundesanwaltschaft. Gemäss dem Bericht in den Zeitungen «Tagesanzeiger» und «Der Bund» dürfte es sich bei den zwei weiteren Personen um den ehemaligen CEO und den ehemaligen Direktor der involvierten Informatikfirma Fritz & Macziol AG handeln.

Die beiden Zeitungen hatten in ihren Samstagsausgaben über eine zweite Festnahme berichtet. Bereits in Untersuchungshaft sitzt demnach ein Seco-Ressortleiter, der unter Korruptionsverdacht steht.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • GPKs fordern mehr Kontrolle bei Vergabe von Aufträgen des Bundes

    Aus Tagesschau vom 4.2.2014

    Im mutmasslichen Korruptionsfall im Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco, werden die Geschäftsprüfungs-Kommissionen beider Räte aktiv. Sie fordern vom Bundesrat, dass umgehend ein sogenanntes Vertragsmanagement eingeführt wird. Dieses soll gewährleisten, dass Aufträge, die der Bund vergibt, wirtschaftlich, effizient und rechtmässig sind.

  • Korruptionsverdacht im Seco

    Aus Tagesschau vom 30.1.2014

    Beim Staatssekretariat für Wirtschaft hat sich ein Ressortleiter offenbar schmieren lassen. Er soll Freunden in der Informatikbranche überteuerte Aufträge zugeschanzt haben. Anti-Korruptionsexperten fordern nun eine Reform des Beschaffungswesens.