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Schweiz Ex-Xamax-Boss muss die Schweiz verlassen

Rote Karte für den Ex-Boss von Xamax. Bulat Tschagajew muss die Schweiz spätestens bis am 10. Mai verlassen. Der frühere Besitzer des in den Konkurs gegangenen Fussballclubs aus Neuenburg will gegen den Ausweisungsentscheid jedoch Rekurs einlegen.

Der Gemeindepräsident von Saint-Sulpice, Jean-Charles Cerottini, bestätigte gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS eine Meldung von «20 Minutes»-Online, wonach Tschagajew die Schweiz bis am 10. Mai verlassen muss.

Bulat Tschagajew in Fesseln.
Legende: Erst wenn es zum Strafprozess kommt, muss Tschagajew wieder zurück auf Schweizer Boden sein. Keystone

Tschagajew hatte den Fussballclub Neuenburg Xamax im letzten Jahr in den Konkurs geführt und einen Schuldenberg in der Höhe von über 30 Millionen Franken hinterlassen. Dem Tschetschenen werden ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung vorgeworfen.
 
Tschagajew war am 26. Januar, kurz nachdem der Fussballverein seine Bilanz deponiert hatte, in Untersuchungshaft gesetzt und später gegen eine Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt worden.
 
Laut der Zeitung «Le Matin» ist Tschagajew noch immer in der Schweiz. Obwohl dessen Visum seit längerem abgelaufen ist. Er wurde am Donnerstag in seiner Villa in Saint-Sulpice (VD) gesichtet.

Rekurs erwartet

Tschagajew selber hat allerdings nicht die Absicht, der Anordnung der Behörden nachzukommen. «Ich beabsichtige, gegen diesen Entscheid Rekurs einzulegen», sagte er in einem von Fernsehen RTS ausgestrahlten Telefoninterview und: «Ich habe noch viele Fragen zu stellen, und die Justiz hat auch mir noch Fragen zu stellen.»