Frauenquote erfüllt – Rätoromanen untervertreten

37'614 Personen arbeiten gemäss einem Bericht in der Bundesverwaltung. So weit, so gut. Aber wie verteilen sich die Angestellten auf die Sprachregionen? Und wie auf die Geschlechter? Neue Statistiken geben darüber Auskunft.

Drei Stühle mit Reserviert-Schildern drauf.

Bildlegende: Die verschiedenen Landessprachen sind in der Bundesverwaltung ausgewogen vertreten – Ausnahme ist das Rätoromanische. Keystone

Alles in allem sind die Sprachgruppen in der Bundesverwaltung ausgewogen vertreten. Etwas mehr als 70 Prozent sprechen Deutsch, 22 Prozent Französisch, 7 Prozent Italienisch.

Die Zielwerte, die den Bevölkerungsanteil in der Schweiz abbilden sollen, seien damit erfüllt, bilanziert der Bund in einem Personalbericht – mit Ausnahme des Rätoromanischen. Das wird von weniger als einem halben Prozent aller Bundesangestellten als Muttersprache angegeben.

Deutschsprachige schwimmen oben auf

Gleichwohl gibt es markante Unterschiede: In den oberen Lohnklassen sind die Deutschsprachigen übervertreten. Bei den französischsprachigen Angestellten werden die Sollwerte erfüllt, nicht aber bei den italienischsprachigen Angestellten. Weniger als 5 Prozent aller Top-Kader sprechen italienisch.

In einzelnen Abteilungen arbeitet kein einziger Italienischsprachiger auf der obersten Kaderstufe: So etwa bei der Bundeskanzlei, beim Innendepartement, beim Justiz- und Polizeidepartement sowie beim Verteidigungsdepartement.

Bei der Geschlechterverteilung wurden im vergangenen Jahr zum ersten Mal die angepeilten Werte erreicht: In der Bundesverwaltung arbeiten 44 Prozent Frauen und 56 Prozent Männer.