«Genugtuung» für Schneider-Ammann

Die Ammann-Gruppe hat die Resultate der Untersuchung durch die Berner Steuerbehörden erhalten. Der in die Kritik geratene Bundesrat Johann Schneider-Ammann nimmt das Untersuchungsresultat der Berner Steuerbehörden zur Ammann-Gruppe «mit Genugtuung zur Kenntnis».

Er habe nie daran gezweifelt, dass das Unternehmen korrekt gehandelt habe, sagte Schneider-Ammann. Dass die Finanzdirektion des Kantons Bern auf politische Forderungen eingeht und bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung eine Zweitmeinung einholt, kommentierte er nicht.

Zweitmeinung einholen?

Es gebe keine neuen, der Steuerverwaltung nicht schon bekannten Sachverhalte, schreibt die Ammann-Gruppe weiter. Die bernische Steuerverwaltung mache solche Resultate nie öffentlich. Grund dafür ist das Steuergeheimnis. Die Steuerbehörde informiert einzig den betroffenen Steuerpflichtigen. Diesem obliegt es dann, die Resultate allenfalls zu veröffentlichen.

Doch ganz abgeschlossen ist die Sache noch nicht: von politischer Seite wurde nämlich eine unabhängige Zweitmeinung gefordert. Die bernische Steuerverwaltung gab am Freitagnachmittag schon bekannt, sie sei dafür offen. Die Ammann-Gruppe sieht der Zweitmeinung nach eigenen Angaben gelassen entgegen.