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Gotthard Hochsicherheitszone am Gotthard

Bei der Gotthard-Eröffnung wird für die internationalen Gäste kein Aufwand gescheut. Die Sicherheitsvorkehrungen auf den beiden Festplätzen im Tessin und in Uri kosten Millionen. Den Tunnel suchen Spürhunde ab

Legende: Video Sicherheit Gotthard: Fast jeder Stein wird umgedreht abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.05.2016.

Die aktuelle Weltlage mit der latenten Terrorgefahr und die Vielzahl der internationalen Gäste führen zu einem immensen Sicherheitsaufwand. Vor der Ankunft der Gäste – vor Ort dabei sind etwa die deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande und der Gesamtbundesrat - wird auf dem Festgelände praktisch jeder Stein umgedreht.

Spürhunde riechen Sprengstoff

Abgesucht wird das Gelände nach verdächtigen Gegenständen, Paketen oder Pulver. Speziell auf die Suche nach Sprengstoffen ausgebildete Hunde unterstützen dabei die Polizei. Sie würden explosives Material riechen, Sprengstoff und damit auch Waffen finden. Am Montag waren elf Hunde während neun Stunden im Tunnel. Sie durchsuchten den Tunnel mit allen Seitenstollen, Querverbindungen, Zugängen und Räumen.

Komplexer Einsatz für drei Millionen

Die Kosten für die Sicherheit belaufen sich auf rund drei Millionen Franken. Federführend sind die Polizeicorps Tessin und Uri, unterstützt von mehreren Sicherheitspartnern. Eine Übung, wie sie etwa die Kantonspolizei Tessin noch nie hatte. Lorenzo Hutter, Gesamteinsatzleiter Kapo TI: «Der Aufsatz ist äusserst komplex: Dies wegen dem grossen Einsatzgebiet, den unterschiedlichen Sprachen und den vielen involvierten Partnern.»

2000 Soldaten im Einsatz

Ebenfalls mit einem Grossaufgebot präsent ist die Schweizer Armee. Insgesamt 2000 Soldaten halfen beim Aufbau, transportieren Material und stehen der Polizei zur Seite. Die Luftwaffe hat den Luftraum über dem Gelände gesperrt.

Gotthard-FAQ: Die Kosten

Gotthard-FAQ: Die Kosten

Der Tunnel wird voraussichtlich fast doppelt soviel kosten, wie 1998 prognostiziert: Eine Grafik zeigt, warum das Bauwerk soviel teurer ist als geplant.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Ja, Ulrich Giezendanner (SVP) sagt es in der Schlussrunde mit Susann Wille: DIE SCHWEIZERFAHNE FEHLT!!! Jedes andere Land hätte bei einem ähnlichen Fest seine Landesfahne wehen lassen: die Franzosen die Tricolore, die Deutschen die schwarz-rot-geoldene und die Italiener die grün-weiss-rote. Und in jedem dieser Länder wäre die NATIONALHYMNE gesungen worden. Wann schämen wir uns endlich nicht mehr unseres Identität? Noch dies: Herr Aussenminister Burkhalter trug eine blaue Krawatte.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Angela Merkel lobt das Projekt als Brücke von Nord nach Süd, d. h. die Schweiz ist die Verbindung der Nordstaaten mit den Südstaaten. Irgendwie kann ich mich mit dieser "Lobeshymne" nicht ganz glücklich schätzen. Und doch hört man aus ihrem Votum, dass die EU auf diese Nord-Südverbindung angewiesen ist uns uns in Sachen Bilaterale und PFZ entgegenkommen muss. Und wir Schweizer dürfen mit Stolz und Rückgrat unsere Ansprüche betreffend den Volkswillen den Brüsselern geltend machen.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Fortsetzung: Auch aus der Perspektive der Leute am Bahnsteig war es immer ein besonderes Erlebnis, wenn der Zug mit fröhlich winkenden und jubelnden Schulkindern einfuhr oder den Bahnhof verliess. Und welch ein Spektakel, wenn sich diese Szenen auch heute vor den beiden Tunellöchern wiederholen könnten, wenn San Gottarde die übermütig johlende, singende und winkende Schar verschlingt, respektive "ausspeit". Doch vergnügen wir uns halt mit der Fantasievorstellung.
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