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Schweiz Hackerangriff auf die Ruag: Schweizer Elitetruppe enttarnt?

Diese Woche wurde bekannt, dass der bundeseigene Rüstungsbetrieb Ruag Ziel eines Hackerangriffs geworden ist. Medienberichten zufolge könnten den Angreifern dabei die Daten tausender Bundesangestellter in die Hände gefallen sein. Auch eine geheime Sondereinheit der Armee soll enttarnt worden sein.

Legende: Video Schweizer Elitetruppe AAD-10 enttarnt? abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.05.2016.

Bei der Cyber-Spionage-Attacke auf den Rüstungsbetrieb Ruag könnten den Angreifern die Personendaten der über 30'000 Bundesangestellten sowie der National- und Ständeräte in die Hände gefallen sein. Die Ruag horte neuerdings diese Datensätze, berichtet die «SonntagsZeitung». Demnach habe das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) die Daten 2015 an den Betrieb ausgehändigt.

AAD-10 enttarnt?

Die «NZZ am Sonntag» vermeldet unter Berufung auf gut informierte Quellen aus dem Verteidigungsdepartement (VBS), die Angreifer hätten zudem eine geheime Schweizer Elitetruppe enttarnt.

Bei dem Angriff seien alle Personalien der Angehörigen des Armee-Aufklärungsdetachements 10 abgegriffen worden. Diese Berufstruppe ist auf riskante Auslandeinsätze ausgerichtet, die Zahl sowie die Identität ihrer Angehörigen ist geheim, die Anonymität könnte nun aber bedroht sein.

Unklar ist, welche Daten beim Angriff wirklich abgeflossen sind. In einer Zwischenbilanz hält der Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation Alex Kuprecht gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag» fest, dass der Rüstungsbetrieb und das VBS zu eng verwoben seien.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Elitetruppe? Angesichts der Vorkommnisse, definitiv der falsche Titel!
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  • Kommentar von Ewald Rudolf von Rohr (Ewaldos)
    Dass es den bundeseigenen Rüstungsbetrieb Ruag erwischte, wundert mich nicht. Fragen Sie die GL nach dem Q-System. Wie wird der IT-Prozess (Datensicherung, Datenzugriff) gemanaget? Sitzt der Prcessowner dieses sensiblen Prozesses in der GL? Wie oft wird die Qualität dieses Prozesses überprüft? Welches sind die Messgrössen dieses Prozesses? Nur was gemessen und in der GL regelmässig besprochen wird, kann verbessert werden. In der CH wird das IT-Handling viel zu wenig ernst genommenen.
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  • Kommentar von Patric Huber (Patric Huber)
    Verantwortlich ist das BIT... Aber wie bei jedem "Fail" wird statt kommuniziert das ganze ausgestanden... zum Leid aller Bundesangestellten welche mit Steinzeitperformance arbeiten müssen und deren persönliche Daten zum Dank fahrlässigst behandelt werden.
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