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Corona-Krise: Impfstart im grossen Stil beginnt
Aus Tagesschau vom 06.04.2021.
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Impfmonitor So impft die Schweiz gegen Corona

Welche Altersgruppen schon geschützt sind, welche Kantone am schnellsten impfen und wo sich ein möglicher Impfeffekt abzeichnet.

Für viele Menschen sind es die hoffnungsvollsten Zahlen in dieser Pandemie: Die Daten zu den Impfungen gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2. Um den Impffortschritt zu zeigen, unterhält SRF den Impfmonitor. Er zeigt jeweils die neuesten Daten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und wird dienstags und freitags aktualisiert. Die Grafiken zeigen, wie schnell die Kantone impfen, welche Altersgruppen bereits einen Impfschutz entwickelt haben und wo sich schon ein möglicher Impfeffekt abzeichnet.

Sie interessieren sich für Impfzahlen weltweit oder für die Entwicklung der Fallzahlen in der Schweiz oder in Europa? Mehr Informationen in den hinterlegten Links.

Wer wird wann geimpft?

Das Ziel des Bundesrates ist, dass ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft ist und dadurch die Risikogruppen geschützt und die Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann. Aktuell nicht für die Impfung zugelassen sind Kinder, Jugendliche und schwangere Frauen. Unter den rund 7.1 Millionen Erwachsenen, die in der Schweiz wohnhaft sind, befinden sich nach Berechnungen des BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster etwa 2.4 Millionen besonders gefährdete Personen, die aufgrund ihres Alters (über 65) oder aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gezählt werden und damit die oberste Priorität fürs Impfen haben. Danach folgt das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt, Haushaltsmitglieder von Risikopersonen (sogenannte enge Kontakte) sowie Bewohner und Personal von altersdurchmischten Wohneinrichtungen, bevor der Rest der Erwachsenen grünes Licht für einen Impftermin bekommt. Je nach Kanton kann die Priorisierung leicht variieren.

Wie schnell wird geimpft?

Auch wenn die Impf-Kampagne bereits mehrere Monate läuft, ist nur ein kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft oder hat bisher immerhin eine Impfdosis erhalten (einfach geimpft). Bereits zehn Tage nach der ersten Impfdosis hat das menschliche Immunsystem genügend Antikörper entwickelt, um sich gegen das Coronavirus wirksam zur Wehr zu setzen. Ein optimaler Impfschutz setzt aber erst ein paar Tage nach der zweiten Dosis ein.

Von den rund 2.2 Millionen Impfdosen, die die Schweiz bis zum 4. April verimpfte, stammten 880'000 von aus der Produktion von Pfizer/Biontech und 1.35 Millionen von Moderna.

Nationale Impf-Kampagne und Hotline

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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine nationale Informationskampagne für das Impfen gegen Covid-19 gestartet. Die Behörden wollen mit Plakaten und einer Informations-Website die Bevölkerung zur Impfung informieren.

Dazu hat der Bund die Internetsite bag-coronavirus.ch/impfung, Link öffnet in einem neuen Fenster aufgeschaltet. Dort finden sich Angaben zum Impfplan, Informationen über das Impfen sowie über die Funktionsweise und die Nebenwirkungen.

Unter der Telefonnummer 058 377 88 92 ist die nationale Infotelefonnummer für die Covid-19-Impfung zu erreichen, die von 6 bis 23 Uhr in Betrieb ist.

Für die häufigsten Fragen gibt es zudem einen Chat auf Whatsapp unter der Nummer 079 155 11 05 (Unterhaltung mit Wort «Start» beginnen).

Ursprünglich war der Plan des Bundesrates, dass sich alle Impfwilligen in der Schweiz bis Ende Juni 2021 impfen lassen könnten. Inzwischen wurde dieser Plan angepasst. Wie schnell die Schweiz tatsächlich die angekündigte Impf-Offensive umsetzen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich nicht alle kontrollieren lassen: Können die Hersteller die versprochenen Impfdosen rechtzeitig liefern? Wann werden weitere Impfstoffe zugelassen? Wie viele Menschen in der Schweiz wollen sich tatsächlich impfen lassen? Oder: Sind die Kantone in der Lage, die verfügbaren Impfdosen schnell zu verimpfen?

Die folgende Grafik zeigt, auf jeweils 100 Einwohnerinnen und Einwohner heruntergebrochen, welcher Kanton wie schnell vorwärtskommt mit dem Verimpfen der verfügbaren Impfdosen.

Beachten Sie: Das Zick-Zack-Muster hat weniger mit Impfpausen zu tun, sondern zeigt lediglich, wie oft Datenstände vermeldet werden.

Welche Altersgruppen wurden bereits geimpft?

Welche Altersgruppen sind bereits mehrheitlich geimpft und damit geschützt? Wählen Sie eine Altersgruppe aus und vergleichen Sie den prozentualen Anteil der vollständig oder einfach geimpften Personen in der jeweiligen Altersgruppe der einzelnen Kantone. Da noch nicht alle Kantone Daten liefern, fehlen aktuell noch einzelne Kantone in der Tabelle.

Vereinzelt gibt es auch Einträge, dass Kinder (Altersgruppe 0-9) geimpft wurden. SRF hat mehrere Kantone darauf angesprochen: Offenbar handelt es sich dabei um Eintragungsfehler.

Sieht man bereits einen Impfeffekt?

Die steigende Impfrate bei den Altersgruppen der Über-80-Jährigen und 70- bis 79-Jährigen scheint einen ersten möglichen Effekt zu zeigen: Im Vergleich zu den anderen Altersgruppen sind sowohl die gemeldeten Neuinfektionen im 7-Tage-Schnitt wie auch die Spitaleintritte im 7-Tage-Schnitt stärker zurückgegangen. Besonders deutlich sieht man das in der prozentualen Veränderung von den Höchstwerten der zweiten Welle im November 2020. Während die Zahlen der anderen Altersgruppen langsam wieder steigen, fallen oder stagnieren jene der am meisten geimpften Altersgruppen.

In der Grafik markiert ist der Zeitraum, in dem die jeweilige Altersgruppe zu 25 Prozent vollständig geimpft ist. Basis für diesen Wert sind jene Kantone, die Daten zu Altersgruppen liefern. Je höher dieser Wert in der nächsten Zeit wird, desto stärker sollte ein Impfeffekt (schraffierter Bereich) erkennbar sein. Dabei ist zu beachten, dass die Zahlen auch von nicht-pharmazeutischen Massnahmen wie beispielsweise Home-Office- oder Maskenpflicht sowie dem Verhalten der Bevölkerung abhängen.

Und wann ist die Pandemie vorbei?

Auch wenn die ersten möglichen Impfeffekte erkennbar sind – bis die Impfungen zu einem wirksamen Instrument gegen die Ausbreitung des Coronavirus in allen Altersgruppen geworden sind, müssen rund fünfzig Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Martin Ackermann von der Science Task Force des Bundes meinte an der Pressekonferenz vom 7. April, es würde noch bis im Juli dauern, bis der Impfeffekt für alle wirklich greifen werde. Bis dahin wird weiterhin entscheidend sein, wie sich die Bevölkerung verhält. Dann sollten gemäss Berechnungen des Bundes auch alle Erwachsenen, die wollen, eine erste Impfung erhalten haben.

Tagesschau, 6.4.2021, 19:30 Uhr

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