Zum Inhalt springen

Internetsucht Jeder vierte Jugendliche ist gefährdet

Legende: Video Den Internetkonsum nicht im Griff abspielen. Laufzeit 4:02 Minuten.
Aus 10vor10 vom 16.02.2017.

Jeder kennt es: Im Beruf und in der Freizeit gehört das Internet heute zum Alltag. An sich ist das kein Problem. Wenn aber das Abschalten oder Konzentrieren zum Problem wird, kann sich die Nutzung zur Sucht entwickeln.

Gemäss jüngsten Schätzungen haben 370‘000 Personen in der Schweiz den Umgang mit dem Internet nicht im Griff. Die Nutzung über mobile Geräte spielt dabei die grösste Rolle. Laut dem Suchtmonitoring Schweiz besassen 99 Prozent der 12-bis 19-Jährigen im Jahr 2016 ein Mobiltelefon.

Jugendliche besonders gefährdet

Die Gefahr einer Sucht ist bei Teenagern deutlich grösser als bei Erwachsenen. So haben fast 20 Prozent der Jugendlichen einen sogenannt «symptomatischen» Umgang, als eine risikoreiche Nutzung. Sieben Prozent weisen sogar ein problematisches Verhalten mit dem Internet auf.

Bezeichnend für die problematische Nutzung seien insbesondere der Kontrollverlust und dass Betroffene trotz negativer Folgen weitermachten, erklärt der Sucht-Experte Franz Eidenbenz. Die Zahl der Betroffenen habe deutlich zugenommen. Jugendliche rutschten oft durch Online-Games in die Sucht.

Prävention gefordert

Laut der Organisation «Sucht Schweiz» brauche es besser koordinierte Beratungsangebote. Auch seien diese zu wenig bekannt. Problematisches Nutzungsverhalten müsse möglichst früh erkannt und angegangen werden.

Statt Handys zu verbieten, setzt eine Schule im Kanton Baselland auf alternative Beschäftigungsmöglichkeiten während der Pausen, wie «10vor10» berichtet. Die Schüler am Gymnasium Laufen sind begeistert. Statt am Handy hängen sie während der Pause in der Kletterwand. Schulleiter Isidor Huber glaubt, das Beispiel könnte Schule machen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Elterlicher Nachlässigkeit sei Dank wird da auch wieder ein beträchtlicher Zweig der Sozialindustrie aufgebaut.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Konsum-Verschwendungsgier- und sucht der Menschen in der Schweiz. Es ist die Haltung, das Verhalten, Erziehung, Sozialisation, Strukturgebung, Wertevermittlung von Erwachsenen gegenüber den Jungen, welche aus den Jungen das macht, was sie sind und werden!! Wenn sich dann auch noch PolitikerInnen, Regierungsleute einmischen und gegen die von Schulleitungen ausgesprochene, Sinn machende Handyverbote während der gesamten Schulzeit inklusive Pausen einsetzen, dann versteht man die Welt nicht mehr!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Eltern drücken schon Kleinkindern Handys ua elektr.Spiele in ihre Patschhändchen, gehen selber mit miesem Beispiel voran, dafür reicht die Zeit! Siehe ÖV oder Einkauf: mit Handy am Ohr schmeissen sie vor den Augen ihrer Kinder Fertigprodukte ins Wägeli. Vom Brot über Büchsen zu Fertiglasagne+Gutzipack uvam. Manches war früher sicher weniger gut als heute, aber der heutigen Generation wird durch artfremde Haltung und freiverfügbare Elektronik jede Fantasie, Kreativität und Selbstfindung erstickt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Da liegen sie nicht weit neben meinen Beobachtungen - es bleibt der Trost , dass bald die Erkenntnis kommt, wie leer der Geist und die Seele wird und jede kreative Entwicklung ausbleibt . Konsum alleine tötet jede Lebensfreude .
      Ablehnen den Kommentar ablehnen