«Die Attentäter waren keine richtigen Muslime»

Amar hegt Misstrauen gegenüber der Berichterstattung über islamistisch motivierte Gewalttaten. Er bezweifelt gar, dass tatsächlich Muslime hinter dem Attentat von Paris standen. Dabei unterschiedet er zwischen «richtigen» Muslimen und solchen, die die Religion nur missbrauchen.

Porträt von Amar Zayed.

Bildlegende: Die Eltern von Amar Zayed stammen aus Palästina. SRF

Seine eigene Meinung tut Amar erst gegen Schluss des Projekts kund. Lieber interviewt er Kollegen aus dem Schulhaus – Muslime wie Nicht-Muslime. Dabei sind sich alle einig: über Religion darf man sich nicht lustig machen. Zudem ist ihnen ein tiefes Misstrauen gegenüber den Medien gemeinsam.

«Das waren keine Muslime, das waren Franzosen», glaubt beispielsweise Carlos aus Brasilien. Aber auch Alper und Farid, die ebenfalls von Amar befragt werden, können sich nicht vorstellen, dass ein «richtiger» Muslim ein derartiges Blutbad anrichten könnte.

Ereignisse in Paris nur «gespielt»

Amar vermutet sogar, dass die Ereignisse von Paris «gespielt» waren. Vieles an der Berichterstattung zieht er in Zweifel: «Nur ein Idiot würde seinen Pass im Taxi liegen lassen!» Viel mehr ist er überzeugt: «Muslime haben damit gar nichts zu tun.»

Amar Zayed

- 14 Jahre alt
- 8. Klasse Sekundarschule Niederhasli ZH
- In der Schweiz geboren
- Vater und Mutter aus Palästina
- Muslim
- Hobbys: Fussball, Karate
- Berufswunsch: Arzt

(Echo der Zeit, 30.03.15, 18 Uhr)