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Regio-ÖV konkurriert SBB Kein Halt mehr am Automaten – eine neue App macht es möglich

Eine neue App macht das Reisen im ÖV noch einfacher. Gleichzeitig wird auf die Grossen im Geschäft Druck ausgeübt.

Legende: Video Neue Ticket-App abspielen. Laufzeit 2:00 Minuten.
Vom 26.05.2017.
  • Zweimal wischen auf dem Smartphone und die Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr ist bezahlt. Das bietet eine neue Ticket-App.
  • Der Haken: Nicht die SBB, sondern die regionalen Verkehrsverbunde führen die App ein.
  • Die SBB sieht sich jedoch nicht in Zugzwang

Ein Wisch über das Display des Smartphones und einsteigen. Anhand der Standortermittlung des Handy erkennt das System die zurückgelegte Strecke und verrechnet das günstigste Ticket. Ein zweiter Wisch beendet die Fahrt und am Ende des Tages folgt die Abrechnung.

So soll es einfacher werden für den Bahnkunden, wenn Billett-Automaten nicht aufgesucht werden müssen. Das begrüsst auch der Interessenverband der Bahnkunden, Pro Bahn. Dennoch: «Negativ ist, dass dieses System nicht verbundübergreifend ist», meint Bruno Eberle von Pro Bahn.

Druck auf SBB und Postauto

Freie Fahrt gilt also nur innerhalb der Verbundregion. Das Fairtiq-System eingeführt haben die Tarifverbunde Freiburg, Bern, Luzern, sowie Zug und Engadin. Ab Juni folgen die Ostschweiz und Liechtenstein, ab Juli Graubünden.

Trotz diesem Manko hofft Eberle, dass Bewegung in den Markt kommt. Denn mit der neuen App werde Druck auf SBB und Postauto ausgeübt. Die Einführung eines schweizweiten Systems wäre dringend nötig.

«Wir wollen die beste Lösung für die Kunden»

Die SBB arbeite an einer vergleichbaren App. Zurzeit werde getestet und in zwei Jahren sei man so weit, erklärt SBB-Mediensprecher Staphan Wehrle. «Es geht hier nicht um einen Wettkampf oder um ein Wettrüsten», meint Wehrle weiter. Bei der SBB sei man überzeugt, dass man an der besten Lösung dran sei.

Am Schluss entscheiden die Kunden, in dem sie die Ticket-App nützen oder nicht.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Caviezel (Angemeldet)
    Am Ende des Tages erfolg die Abrechnung? Das Ganze wäre toll im Flugverkehr. Man müsste sich nicht mehr mit undurchsichtigen Tarifen herumschlagen: einfach einsteigen und weg, Ende Monat kommt die Rechnung. Das Ganze hat einen Haken: gemäss Preisbekanntgabeverordnung müssen die Preise vorher bekannt sein. Dieses System wäre etwas so wie wenn man in einen Supermarkt geht, die Waren in den Einkaufswagen legt ohne zu wissen was es kostet. An der Kasse wird einem der günstigste Preis verrechnet. ;-)
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Ich wäre schon froh, wenn ich mein Ticket im Zug lösen könnte. Bei dem heutigen Massenandrang auf den Bahnsteigen bin ich erst sicher, dass ich die gewählte Strecke auch fahre, wenn ich im Zug SITZE. Mit einem bereits gelösten Ticket endet die Entscheidungsfreiheit.
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    1. Antwort von Werner Caviezel (Angemeldet)
      Billettautomaten im Zug wäre da die Lösung oder was stellen Sie sich vor? Abgesehen davon: die Billette sind in der Schweiz normalerweise nicht zugegebunden. Sie lösen bequem zu Hause und gehen dann zum Zug. Und wenn sie den nicht erwischen gehts mit dem Nächsten. Weiss nicht wo da das Problem liegt. Ich habe keine solchen Sorgen.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Und wie merkt das System, in welcher Klasse die Reisenden Platz nehmen? Vor allem wenn sie dann noch in die 1. Klasse einsteigen, aber durchlaufen zur 2. Klasse - oder umgekehrt?
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