Keine Volksinitiative für mehr Ärzte-Ausbildungsplätze

Die Initianten der Volksinitiative «Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin» stellen die Unterschriftensammlung ein. Ihr Anliegen soll aber weiterverfolgt werden: Nationalrätin Margrit Kessler (GLP/SG) hat den Initiativtext als parlamentarische Initiative eingereicht.

Video «Hausarztmedizin soll gezielt gefördert werden» abspielen

Hausarztmedizin soll gezielt gefördert werden

1:33 min, aus Tagesschau vom 1.4.2014

Die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin» verlief harzig. Sie hätten «nicht das benötigte Momentum aufbauen» können, um bis Anfang Oktober die geforderten 100'000 Unterschriften einzureichen, schreiben die Initianten. Die Frist wäre am 9. Oktober 2014 abgelaufen.

Porträt von Margrit Kessler.

Bildlegende: Margrit Kessler (GLP/SG) versucht es jetzt mit einer parlamentarischen Initiative. Keystone

Initiantin Margrit Kessler (GLP/SG) sei zwar von Anfang an vom Lösungsansatz der Volksinitiative überzeugt gewesen. Durch die Umwandlung der Initiative in einen parlamentarischen Vorstoss gelange ihr Anliegen rascher in den
politischen Entscheidungsprozess, begründen die Initianten ihren Entscheid.

Genügend Ausbildungsplätze für Ärzte

Damit könne die bisher schwierig verlaufene Unterschriftensammlung eingestellt werden. Über den Entscheid des Komitees berichtete die Zeitung «St. Galler Tagblatt».

Das Initiativkomitee wollte die Kantone verpflichten, so viele Ärztinnen und Ärzte auszubilden, wie in der Schweiz langfristig benötigt werden. Kommen die Kantone dieser Aufgabe nicht nach, sollen sie vom Bund dazu gezwungen werden können.