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Schweiz Kranke und Verunfallte sollen im Arbeitsmarkt bleiben

Absenzen am Arbeitsplatz wegen Krankheit nehmen zu. Das kostet. Und zwar viel. Würden Arbeitgeber, Privat- und Sozialversicherungen enger und besser zusammenarbeiten, könnten massiv Kosten eingespart werden. Dies zeigt ein Pilotprojekt.

Legende: Video «Pilotprojekt des Bundes für Wiedereingliederung» abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.07.2013.

Mit dem Problem hat jede Firma zu kämpfen. Krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern schlagen aufs Budget. Deshalb hat das Bundesamt für Sozialversicherung diese Woche ein Pilotprojekt zum Thema präsentiert.

Kranke oder verunfallte Mitarbeiter sollen möglichst im Arbeitsmarkt verbleiben. Wie sieht nun die Behandlung eines Falles im Pilotprojekt aus? Im Zentrum steht die Beziehung von Arbeitgeber und Mitarbeitendem. Mittels verbindlicher Vereinbarung zwischen Versicherer und Arbeitgeber wird deren intensive Zusammenarbeit geregelt.

Ein gemeinsamer Unterstützungsfonds sichert die Handlungsfähigkeit des Unternehmers. Der finanzielle Beitrag wird zwischen Versicherer und Arbeitgeber ausgehandelt. Am runden Tisch wird das spezifische Vorgehen jeweils koordiniert. Je nach Fall werden auch Ärzte und Therapeuten eingebunden.

Finanzielle Unterstützung, strukturierte Kommunikation. Für den kranken Mitarbeiter ist vor allem die Beziehung zum Arbeitgeber wichtig – denn solche Situationen sind oft von Angst und Unsicherheit geprägt. «Wichtig ist, dass der Platz immer noch parat ist und man nicht das Gefühl hat, man traue einem nichts mehr zu», sagte ein Betroffener in der «Tagesschau».

5 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Also als ich die Lehre beendet habe (im 88) war sowas noch selbstverständlich. Auch Behinderte waren Teil der Belegschaft. Im Gegensatz zu heute konnten Kranke und Behinderte auch im Kiosk arbeiten. Heute wollen die Abzocker sogar eine Diplom für so eine einfache Arbeit! Oder man holt Ausländer, die nicht mal Schweizerdeutsch verstehen, aber billig arbeiten! Es ist eine Schande, was unsere Regierung mit ihrem "Privatisierungswahn" da alles angerichtet hat. Alt, IV, Krank? Keine Chance!
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  • Kommentar von S. Meier, Adliswil
    Wer krank ist soll zu hause bleiben können. Aber Haupstache die Leute im Hamsterrad halten. Kranke Hamster rennen im Rad sicher nicht so schnell wie gesunde Hamster. So haben doch Kranke keine Chance mehr auf Genesung. Diese Idee ist ein Witz!
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  • Kommentar von Rosi Brauchli, Atzmännig
    Wer einmal von der süssen Rente gekostet hat sucht den Weg zurück in die Arbeitswelt ganz bestimmt nicht.
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    1. Antwort von Tom Duran, Basel
      Was reden Sie da? Entschuldigen Sie mal im Namen aller Behinderter, meinen Sie es ist lustig mit 2000.- Rente ständig bei der Gemeinde bitti-bätti zu machen und als Buhmann der Nation dazustehen? Etwas mehr Solidarität mit den Behinderten und Rentnern, wenn ich bitten darf. Es sind auch Menschen, manchmal sogar bessere Menschen als die der "Norm" entsprechenden! Warum kämpfen Schweizer eigentlich nicht gemeinsam? Warum machen Schweizer sich sogar gegenseitig fertig? So erreichen wir nie was!
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