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Schweiz Lieferprobleme bei neuen Doppelstock-Zügen: Wer zahlt?

Mit neuen modernen Doppelstock-Zügen auf den Hauptstrecken wollte die SBB den Platzmangel auf den Hauptstrecken beheben. Wegen technischer Probleme sind die Züge aber noch im Rohbau. Geht es nach der SBB, soll das die Firma Bombardier teuer zu stehen kommen.

Legende: Video «Lieferprobleme bei neuen SBB-Zügen» abspielen. Laufzeit 3:43 Minuten.
Aus 10vor10 vom 13.12.2013.

Am Sonntag wechselt in der Schweiz der Fahrplan. Und dieser Fahrplanwechsel hätte für die SBB ein Quantensprung in Sachen Angebot und Komfort werden sollen. Dies dank der Einführung neuer moderner Doppelstock-Züge. Sie sollten den Platzmangel auf den Hauptstrecken beheben.

Aber: Statt über die Schweizer Schienen zu fegen, stehen die neuen Züge noch immer im Rohbau. Die 59 Doppelstöcker haben zwei Jahre Verspätung. Neben einem Rechtsstreit um die Behinderten-Tauglichkeit der Züge, sind vor allem technische Probleme dafür verantwortlich.

Kontrollen in der deutschen Stadt Görlitz hatten ergeben, dass die Festigkeit der Wagenkonstruktion den Normen nicht genügte. Aluminium-Profile mussten verstärkt werden. Die Techniker hatten das Design in zeitraubender Arbeit anpassen müssen und konnten bereits gefertigte Teile nicht verbauen.

SBB sieht Fehler bei Bombardier

Für die SBB ist klar: Der Fehler liegt beim kanadischen Herstellerkonzern Bombardier. Den will man nun für die Verzögerung zu Kasse bitten. «Vertraglich ist selbstverständlich alles geregelt», sagt SBB-Sprecher Stephan Wehrle. Für solche Fälle seien auch mögliche Entschädigungen geregelt.

Für Bombardier-Schweiz-Chef Stéphane Wettstein ist die Sache nicht so einfach. «Die Schuldfrage ist nicht geklärt», sagt Wettstein. Er lehnt eine generelle Schuldzuweisung ab, will den Konflikt aber nicht öffentlich austragen.

Die gesamte Auftragsumme beträgt fast zwei Milliarden Franken. Es geht also bei dieser kleinen Meinungsverschiedenheit um viel, sehr viel Geld.

32 Kommentare

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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Ich setzte mit voller Absicht ein ?, denn wie sieht: Es gibt Leute, die müssen nicht wissen, denen genüge irgendwelche Behauptungen: @Keller: Seit wann vergibt das UVEK Aufträge zur Rollmaterialbeschaffung der SBB. Selbst das die Mittelthurgaubahn hopps ging, lösst sich nicht Leuenberger oder dem UVEK anhängen. Vielmehr kommt deutlich zum Ausdruck, weshalb in verschiedenen Studien SVP-Anhänger nicht gerade glänzen können.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Frühling, sofern das ihr richtiger Name ist, Das UVEK vergibt Führungspositionen in den Departementen. Darunter auch beim ehem. Staatsbetrieb (letzte Amtshandlung vor der Privatisierung: Leuenberger tauschte das ganze Kader aus - diese Aktion wurde sogar auf SF1 damals kritisch hinterfragt). Das momentane Kader entscheidet... Legen Sie mal ihre SVP-Phobie-Scheuklappen ab. Und sie erkennen viel mehr Farben als Rot und SVP... (oder singen Sie etwa "die Partei, die Partei, die hat immer recht"?)
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    2. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      Danke @keller, dass Sie Ihre Leuenberger-Phobie so klar herausarbeiten.... Immer schöne, wenn sich jemand ..... Bitte nennen Sie die korrekte Vergabestelle der SBB (inkl. Vergabepersonal; einfach bei der SBB nachfragen) für diesen Auftrag und das Vergabefahren < dann sehen wir weiter!
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    3. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Das SF berichtete darüber; ÜBERAL ausser bei der SP waren die Postenvergaben kritisiert worden. Kritische Stimmen aus dem UVEK wurden auch kurz darauf ausgetauscht... Lässt sich alles nachprüfen - wie die Unterschriften von Leuenberger. Mit Phobie hat dies nichts zu tun. Stellen Sie sich einfach einen ganzen Betrieb voller H. Frühling's vor; na? Hat ein Lieferant der nen SVP-CEO hat eine Chance? Wir kennen beide die Antwort...
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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Ich wundere mich, warum seit Jahren "Linke" die SBB führen müssen, denen dann immer wieder solche Fehler - man weiss ja noch gar nicht, ob die Fehler gemacht haben - unterlaufen. Warum findet sich nicht ein intelligenter SVP-ler (?), der einen solchen Auftrag an die einheimische Stadlerrail zu einem günstigen Preis vergeben kann, die Züge pünktlich mit genügend Sitzplätzen, ohne Unfälle und für die Passagiere gratis im Minutentakt durch die CH fahren lässt ... oder so @Moser und Co.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Das UVEK war über Jahrzehnte ex-SP BR Leuenberger unterstellt. Seine bevorzugte Handlungen: sämtliche Entscheidungsebenen abhängig des Parteibuch vergeben. Damit verbunden: absoluter SVP-Hass und SVP-Verhindern. KEIN Departement des UVEK redet freiwillig mit SVPlern... Peter Spuhler, CEO der Stadlerrail, ist SVP. Darum nahmen Aufträge der Thurbo (vormals MThB) ab, als die SBB die insolvente MThB übernahm... HIER sieht man: ALLE zahlen die Rechnung für das SVP-Verhindern.
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  • Kommentar von Christine Ruckstuhl Hauenstein, 4123 Allschwil
    Einmal mehr müssen Behinderte warten, sich gedulden. Das Hinternis freie Fortbewegen für Menschen im Rollstuhl muss endlich realisiert werden. Das sie oft im Gepäckwagen befördert werden ist unwürdig. Auch erwarte ich, dass Bundesbern aufhört sich dagegen zu stemmen.
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    1. Antwort von Christian Streit, Münsingen
      Nennt mir bitte Bahnen, welche noch Gepäckwagen mitführen
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    2. Antwort von Markus Zehender-Streb, Amriswil
      So was ich auf den Bahnhöfen sehe sind Wagons welche von Rollstuhlfahrer/innen problemlos gemeistert werden können...bei Doppelstockwagons sieht es ein bisschen anders aus, da müssen sie vermutlich im Gang warten, mal sehen wie sie SBB das löst oder ist Thurbo und die Buslinien da besser? Wer weiss, vielleicht sind die Buslinien eine echte Konkurrenz, da sie Zielnähere Haltestellen haben!?
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