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Tourismusbranche fordert Reisefreiheit zurück
Aus Rendez-vous vom 16.04.2021.
abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
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Luftfahrt und Tourismus Allianz aus Wirtschaft und Sozialpartnern fordert Reisefreiheit

  • Ein Bündnis aus Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften fordert Reisefreiheit.
  • Um diese Pläne realisieren zu können, braucht es laut dem Chefökonomen von Economiesuisse, Rudolf Minsch, Planungssicherheit.
  • Der Bundesrat solle dafür klare Regelungen definieren.

Leerer Check-in, parkende Flugzeuge: Das ist seit mehr als einem Jahr Realität. Die Luftfahrtbranche sei von der Pandemie speziell betroffen, sagt Thomas Hurter, Nationalrat und Präsident von Aerosuisse, dem Dachverband der schweizerischen Luft- und Raumfahrt.

Es gehe aber um viel mehr als die Luftfahrt. «Es geht um die Anbindung der Schweiz, um touristische Aspekte. Es geht aber auch um Arbeitsplätze. Und es geht um die Reisefreiheit in Zukunft», so Hurter.

Bereit sein für den Sommer

Die Reisefreiheit – das ist es, was sich die Branche, trotz Corona, so schnell wie möglich zurückwünscht. Um diese Reisefreiheit möglichst bald wieder zurückzuhaben, brauche es bis im Sommer – wenn die Hauptsaison beginnt – Planungssicherheit, fordert Rudolf Minsch, Chefökonom des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse, stellvertretend für ein breites Bündnis aus Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften.

«Hüst und Hott-Politik»

Minsch fordert Regelungen: «Der Bundesrat ist gefordert, jetzt klare Regelungen zu definieren, wo die Luftbranche agieren und nicht immer nur von Mittwoch auf Montag reagieren kann.» Das sei eine «Hüst und Hott-Politik», kritisiert Minsch.

Diese Leute wollen arbeiten.
Autor: Sandrine Nicolic-FussKabinenpersonal-Gewerkschaft Kapers

Druck kommt aber nicht nur aus der Wirtschaft, sondern auch von den Arbeitnehmerinnen und -nehmern. Man dürfe nicht vergessen, dass die Mehrheit der Angestellten in der Luftfahrtbranche sehr wenig Geld verdiene, sagt Sandrine Nicolic-Fuss von der Kabinenpersonal-Gewerkschaft Kapers. «Diese Leute wollen arbeiten», betont sie.

Zwei Drittel der Angestellten aus der Branche seien derzeit in Kurzarbeit, ergänzt Daniel Lampart vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Viele hätten schon in normalen Zeiten Mühe, finanziell über die Runden zu kommen.

3-Punkte-Katalog

Um möglichst bald zur Reisefreiheit zurückzukommen, haben Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertreter in seltener Einigkeit einen 3-Punkte-Katalog formuliert. «Man soll zwischen Ländern mit ähnlich hohem Ansteckungsrisiko reisen können», nennt Aerosuisse-Präsident Hurter als den ersten Punkt.

Man soll zwischen Ländern mit ähnlich hohem Ansteckungsrisiko reisen können.
Autor: Thomas HurterPräsident Aerosuisse und Nationalrat (SVP/SH)

Reisen können solle auch, wer geimpft, getestet oder bereits genesen sei. Um das nachzuweisen, brauche man einen digitalen Nachweis, damit kontrolliert werden kann, ob jemand eine Impfung hat. Dieser müsse international standardisiert sein.

Die Forderungen richten sich an den Bundesrat. Wirtschaftsminister Guy Parmelin hat inzwischen einen «regen Dialog» in Aussicht gestellt. Aber er hat auch betont, dass der Weg zum Ziel noch lang sein könnte.

SRF 4 News, Rendez-vous, 15.04.2021, 12:30 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Die Luftfahrt hat keine Priorität, soll sie auch nicht haben. Lärm und Umweltverschmutzung (unter anderem Klimawandel) sprechen dagegen. Ich bin dankbar, wenn die Flugzeuge am Boden bleiben.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Ich denke alle Fluglärmgeplagten wollen den Zustand von voher nicht mehr zurück. Alle die, die unbedingt wieder fliegen möchten, wohnen wahrscheinlich an einem eher ruhigen Ort und wissen nicht wie es ist, wenn alle paar Minuten ein Getöse am Himmel stattfindet. Bin gespannt wie sich die Lage entwickeln wird.
  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Zuerst gebe ich zu bedenken, dass das Corona-Virus seit über einem Jahr im wesentlichen mit dem Reiseverkehr quasi als "Blinder Passagier" in die Schweiz eingereist war. Wenn die Schweiz und Europa Covid-19 wirklich in den Griff bekommen wollen, hilft erstmals Zurückhaltung beim Verreisen, die Voraussetzung einer Impfung, eine penible Zollkontrolle mit gemanagter Quarantäne, ein funktionierendes "Contact Tracing", so ähnlich handhaben es jedenfalls jene Länder, welche heute Covid-19-frei sind.
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Sie haben völlig Recht. Mobilität ist grundsäztlich eine Gefahrenquelle - Flugreisen erst Recht. Man weiss nie woher der Nachbar kommt - ist er Umsteigepassagier aus Risikogebiet ?

      Aber selbst Impfung bei Reisen in Gebiet mit Mutante,die Impfung aushebelt, bietet dann keinen Schutz mehr.
      Planbarkeit bei Flugreisen bedeutet grosses Risiko für Heimat wieder neue heftige Welle durch zu machen.

      Wenn überhaupt Reisen, dann nur sehr kurzfristig entscheidbar.
      Flugreisen = gefährl.Luxus