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Schweiz Manöver nahe Russland gestartet – Schweiz trainiert mit

Die USA und andere westliche Staaten haben in Skandinavien ein Grossmanöver mit rund 100 Kampfflugzeugen gestartet. Auch die Schweiz trainiert mit acht FA-18-Flugzeugen mit. Russland reagiert mit einem Gegenmanöver.

FA-18-Kampfflugzeuge der Schweizer Armee fliegen über Schweden bei einer Präsentation 2012. (reuters)
Legende: Acht FA-18-Kampfflugzeuge der Schweizer Armee, 15 Piloten und 45 weitere Armeeangehörige üben im Norden den Notfall. Reuters

Die Nato-Staaten Norwegen, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, die Niederlande und die USA sowie Finnland, Schweden und die Schweiz haben mit einem Luftmanöver im Norden Europas begonnen. Mehr als 100 Flugzeuge und rund 4000 Soldaten nehmen bis am 4. Juni an der sogenannten Grossübung «Arctic Challenge Exercise 2015» teil.

Ziel sei es, die Einheiten für die Planung und Durchführung komplexer Lufteinsätze zu trainieren, sagte der norwegische Brigadegeneral Jan Ove Rygg. Er leitet die Militärübung.

60 Schweizer im Einsatz

Die Schweizer Luftwaffe ist bei der multinationalen Übung mit von der Partie. Sie ist mit acht FA-18-Flugzeugen vor Ort. 15 Piloten und 45 weitere Angehörige der Luftwaffe stehen im Einsatz.

Das Grossmanöver findet vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit Russland und der Rivalität um die Bodenschätze in der Arktis statt.

Das fiktive Szenario der Übung sei die Durchsetzung einer Flugverbotszone, so die Manöverleitung, wie sie in etwa nach einem UNO-Mandat 2011 in Libyen eingerichtet worden sei.

Genutzt werden die Luftwaffenstützpunkte in Bodø (Norwegen), Kallax (Schweden) und Rovaniemi (Finnland). Das Manöver wurde bereits vor der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland im vergangenen Jahr geplant.

Russland reagiert mit Gegenmanöver

Gleichzeitig hat Russland im Uralgebiet und Sibirien gestartet. Das nicht angekündigte Manöver hat Russlands Präsident Wladimir Putin angeordnet. Bis zum nächsten Donnerstag sollen in Sibirien und im Ural rund 12'000 Soldaten und 250 Kampfflugzeuge die Verteidigung gegen feindliche Luftangriffe üben.

Korrekt

Eine frühere Version dieses Artikels bezeichnete die Manöver als «Nato-Manöver». Das ist falsch. Korrekt ist, dass es sich um eine multinationale Luftverteidigungsübung handelt, an der 60 Schweizer Armeeangehörige teilnehmen. Weitere Teilnehmer sind die Luftwaffen von Schweden, Norwegen, Finnland, England, Frankreich, Deutschland, der Niederlande sowie die USA.

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139 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Amrein, Rottenschwil
    Klar sind das NATO-Manöver, auch wenn 3 Länder teilnehmen, die offiziell nicht der NATO angehören. Hinter den Kulissen sind die schon längst in die NATO-Strategie eingebunden, auch die angeblich neutrale Schweiz.
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  • Kommentar von Ernest Bender, Wien (AUT)
    Wieder ein schlagender Beweis der (eigen)gelobten „echten“ Neutralität der Schweiz. – Vielleicht dämmert jetzt, warum am 9. Juli 2010 der Austausch von US-/russischen Agenten in Wien und nicht in Zürich stattfand.
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    VerbrecherischeSpiele,ausgerechnet anGrenze zumGiganten sindBeweis genug, dass sogarSVPauf das heimtückische+hinterhältige Spiel derUS-NAZIS UNSERER GENERATION+derenKomplizen hereinfällt.Nicht zu unserem Vorteil.InTat+ Wahrheit wollen diesePapierschweizer uns+ganzEuropa möglichst in einen mörderischenKrieg mit Russland verwickeln.Dies,um neueNürnberger-Prozesse wegenVölkermorden im Irak,in Libyen+Afghanistan abzuwenden+selberWeltherrschaft aufzugleisen+ SCHLUSSENDLICH alleVölker zu unterjochen.
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