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Schweiz Masern grassieren in der Schweiz

Die hochansteckende Krankheit breitet sich in der Zentralschweiz und im Tessin weiter aus. 69 Personen erkrankten in den letzten vier Wochen – seit Anfang Jahr sind es bereits 101 Fälle.

Die Masern greifen in der Schweiz um sich. Allein in der letzten Woche meldeten Ärzte und Labore 20 neue Fälle. Dies schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Bulletin.

Die Armee rief Soldaten und Zivilangestellte, die derzeit auf einem Waffenplatz Dienst leisten, dazu auf, sich gegen Masern impfen zu lassen. Ungeimpfte riskierten bei einem Ausbruch der Krankheit, in Quarantäne gesteckt zu werden. Zuvor hatte sich ein Soldat in den Ferien mit Masern angesteckt.

Masern sind fünf Tage vor und fünf Tage nach Beginn der Krankheit ansteckend. Die Zeitspanne von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt etwa 14 Tage.

Legende: Video «Masern – in der Schweiz noch immer verbreitet» abspielen. Laufzeit 5:09 Minuten.
Aus Puls vom 09.05.2011.

Gefahr für Komplikationen

Unkomplizierte Fälle heilen laut BAG ziemlich rasch und ohne bleibende Folgen ab. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich als Komplikation eine Hirn-, eine Lungen- oder eine Mittelohrentzündung entwickelt.

Der Bund möchte die Masern in der Schweiz ausmerzen. Dafür müssten mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein – aktuell sind es 82 Prozent.

«Masern werden unterschätzt»

Die Bevölkerung unterschätzt die Gefährlichkeit von Masern teilweise massiv, sagt der Masern-Spezialist Christoph Berger. Den Grund dafür sieht er in den Impfungen: Dank ihnen sieht man kaum noch schwere Fälle.

29 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Wenn mit der Masernimpfung ein paar wenige bis ein paar tausend schwere Komplikationen verhindert werden können, dies aber voraussetzt, dass die gesamte Bevölkerung bzw. 95% geimpft werden müssen, müsste nachweislich der Impfstoff so sicher sein, dass auf 7 Mio Geimpften weniger schwere Impfkomplikationen auftreten. Dieser Nachweis wurde nie erbracht. Impfung: reine Glaubensfrage, ob deren Nettonutzen positiv ausfällt!
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  • Kommentar von H. Salgreb, Seuzach
    Ich war im Kindergarten und hatte Masern.6 Wochen lag ich tief im Bett ,nach einer Woche Kiga begann der Mumps,nochmal 6 W. tief im Bett. Niemals möchte ich, dass meine Kinder dasselbe erleiden müssen!! Ich bin Hausfrau und pflege gerne kranke Kinder, aber wie macht das eine Mutter die arbeiten geht(muss)? Und wie bitte machen das jene Mütter die schon nach 2 Wochen Schulferien völlig entnervt sind?
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Informiert uns doch bitte, wieviele der Fälle mit Komplikationen verlaufen sind und wenn ja, wie alt die Betroffenen sind, ob sie geimpft waren oder nicht und falls Säuglinge betroffen sind, ob die Mutter geimpft war oder die natürliche Masern hatte. Das wäre eine ehrliche Berichterstattung.
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