Mehr Badetote wegen des heissen Sommers

Die diesjährige Badesaison wird durch eine hohe Zahl an Badetoten getrübt: 48 Menschen sind ertrunken – gegenüber 27 im Vorjahr. Die meisten der Verstorbenen waren junge Männer.

Zelt der Polizei am Oberen Letten, ZH

Bildlegende: 22 Personen starben in Flüssen, wie hier am Oberen Letten (ZH), wo an einem Tag gleich zwei Männer starben. Keystone

Der Rekordsommer von 2015 hat auch seine Schattenseiten: Bis Ende September sind in der Schweiz 48 Menschen im Wasser ums Leben gekommen. Das sind 21 Opfer mehr als im Vorjahr, wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) mitteilte.

Zunahme von Todesopfern durch Wetter bedingt

Ende September endet in der Regel die Badesaison. Von den bisher 48 Unfällen in der Schweiz ereigneten sich 24 in Seen (davon zwei Tauchunfälle), 22 in Flüssen und zwei in Badeanstalten. Unter den Opfern waren 38 Männer, vier Frauen und sechs Kinder, wie es in der Mitteilung der SLRG heisst.

Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr geht laut SLRG unter anderem auf das schöne Sommerwetter zurück. Dieses würde mehr Menschen ans Wasser locken und die Wahrscheinlichkeit von Unfällen durch die rein mengenmässige Zunahme von Badegästen erhöhen.

Baderegeln sollen stärkere Beachtung finden

Grösste Risikogruppe für Wasserunfälle seinen junge Männer, heisst es in der Mitteilung. In den kommenden Jahren sollen alle bestehenden Baderegeltafeln in der Schweiz durch eine aktuelle Version ersetzt und neue Standorte erschlossen werden.

Statistik der SLRG