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Schweiz Mehr Grenzgänger in der Schweiz

Die Anzahl der in der Schweiz tätigen ausländischen Grenzgänger hat im vergangenen Jahr zugenommen. Nach wie vor arbeiten die Grenzgänger tendenziell in weniger gut qualifizierten Berufen.

Legende: Video Zahl der Grenzgänger wächst abspielen. Laufzeit 1:06 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.03.2014.

Ausländer arbeiten gerne in der Schweiz: Die Zahl der Grenzgänger im Jahr 2013 hat um 3,8 Prozent zugenommen, das bedeutet ein Plus von rund 10'200 Personen. Dies meldet das des Bundesamtes für Statistik (BFS). Damit liegt das Wachstum unter jenem aus dem Vorjahr (+6 Prozent). In der Schweiz waren Ende 2013 insgesamt 278'500 ausländische Grenzgänger tätig.

Legende:
Zunahme von Grenzgängern (Angaben gerundet) Über einen Zeitraum von fünf Jahren betrachtet ist die Zahl der Grenzgänger kontinuierlich angestiegen. Der Verlauf folgt tendenziell der Entwicklung der Konjunktur. BFS

Über fünf Jahre hinweg ist die Zahl der Grenzgänger von 216'400 im Jahr 2008 auf 278'500 im Jahr 2013 gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von 28,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist die Gesamtzahl der Erwerbstätigen nach Erwerbstätigenstatistik von 4,6 Millionen auf 4,9 Millionen angewachsen und hat sich damit um 6,9 Prozent erhöht.

Vor allem im Büro tätig

Die Zunahme der Grenzgänger fällt je nach Berufsgruppen unterschiedlich aus: Im Fünfjahresvergleich sind die Berufsgruppen «Bürokräfte und verwandte Berufe» (+72,5 Prozent), «Hilfsarbeitskräfte» (+56,2 Prozent) und «Führungskräfte» (+40,1 Prozent) überdurchschnittlich vertreten.

Immer noch die meisten Arbeitskräfte finden sich aber in der Kategorie «Hilfsarbeitskräfte». Grenzgänger arbeiten deutlich häufiger als «Hilfsarbeitskräfte» als die übrigen Erwerbstätigen in der Schweiz.

Legende:
Grenzgänger nach Berufshauptgruppen (Angaben gerundet) Insgesamt waren im 4. Quartal 2013 die meisten ausländischen Grenzgänger als Hilfsarbeitskräfte beschäftigt – nämlich fast 50'000 Menschen. BFS

Jobs in drei Grossregionen

Rund vier Fünftel aller Grenzgänger konzentrieren sich auf drei Grossregionen: Rund ein Drittel arbeitet in der Genferseeregion (34,7 Prozent), ein Viertel in der Nordwestschweiz (23,5 Prozent) und ein Fünftel im Tessin (21,5 Prozent). Während die absolute Grenzgängerzahl in der Genferseeregion am höchsten ist, ergibt sich ein anderes Bild, wenn die jeweiligen Anteile an den Erwerbstätigen betrachtet werden.

Sowohl in der Genferseeregion als auch in der Nordwestschweiz ist jede zehnte erwerbstätige Person ein Grenzgänger. Höher ist der Anteil im Tessin, wo 25,6 Prozent aller Erwerbstätigen Grenzgänger sind.

Etwas mehr als die Hälfte aller Grenzgänger (52,4 Prozent) hat den Wohnsitz in Frankreich. Rund ein Viertel (23,7 Prozent) kommt aus Italien, ein Fünftel aus Deutschland (20,5 Prozent). Ein geringer Anteil stammt aus Österreich (2,9 Prozent) oder weiteren Staaten (0,5 Prozent).

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10 Kommentare

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  • Kommentar von A.Schweigler, zhw
    Darum ist es auch so schwierig für unsere Kinder vom Land im grenznahen Bereich eine Lehrstelle zu finden. Da bildet fast keiner mehr aus ,man holt sich einfach die Fachkräfte die gerne pendeln und dass sind nicht wenige. Finde ich und meine Kinder nicht so gut.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Grenzgänger sind Arbeitskräfte, die in die Schweiz zu einem viel höheren Lohn als zuhause arbeiten kommen und dann das Geld in ihren Heimatlanden ausgeben. Checkt das die Wirtschaft nicht endlich?????????????
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Gerne wiederhole ich einen Kommentar von heute Mittag. Die grosse Anzahl ausländischer Fachkräfte im KV- Bereich wundern mich schon etwas, denn genau in diesem Wirtschaftszweig gibt es in der Schweiz relativ viele Arbeitslose, Tendenz steigend. Könnte es sein, dass Grenzgänger unsere Löhne "dumpen"? In der Schweiz sind wir aber auf hohe Löhne angewiesen, denn die Lebenshaltungskosten sind viel höher als im anliegenden Ausland.
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    1. Antwort von K. Räschter, Schweiz
      @m.mitulla, wil: Logisch. Darum waren doch die Wirtschaftsbosse dagegen, damit sie billigere Arbeitskräfte aus den grenznahen Gebieten rekrutieren können.
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